Pankreaskrebszentrum (DKG-zertifiziert)
Bei den Tumorerkrankungen des Pankreas/der Bauchspeicheldrüse wird zunächst zwischen den unterschiedlichen Gewebearten des Organs unterschieden, sodass klassische Pankreaskarzinome von den endokrinen Tumoren des Pankreas abzugrenzen sind (Zentrum für Endokrine Onkologie).
Das Pankreaskarzinom zählt mit einer Inzidenz von 20-22/100.000 pro Jahr zu den häufigeren Tumoren. Neben Nikotin- und Alkoholkonsum zählen chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und Diabetes zu den Risikofaktoren. Darüber hinaus kann eine erbliche Komponente von Bedeutung sein. Die intraduktale papilläre muzinöse Neoplasie (IPMN) gilt als Krebsvorstufe.
Aufgrund seiner Lage im hinteren Oberbauch mit enger Nachbarschaft zu zentralen Blutgefäßen besteht bei Symptombeginn des Bauchspeicheldrüsenkrebs oftmals schon eine inoperable Situation und chemotherapeutische Therapieoptionen sind eine zentrale Therapieoption.
Unser Leistungsspektrum
Ärztliche Spezialisten aus allen erforderlichen Disziplinen arbeiten hierbei in einem „Haus der kurzen Wege“ Hand in Hand, um dem individuellen Patienten eine für ihn maßgeschneiderte Therapie nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen anzubieten. Diese Experten werden von einem Therapeuten-Team unterstützt, das eine umfassende Versorgung des Tumorkranken in ganzheitlichem Sinne gewährleistet: Bewegung, Ernährung und seelisches Wohlbefinden sind unverzichtbare Bausteine einer erfolgreichen Krebstherapie.
Ihre betreuenden Ärzte aus der medius KLINIK OSTFILDERN RUIT arbeiten hierbei eng mit ambulant tätigen Haus- und Fachärzten zusammen, um in jeder Phase Ihrer Krankheit und deren Therapie das für Sie passende Vorgehen abzustimmen.
Die TEB e.V. Selbsthilfegruppe kann darüber hinaus durch Rat „von Patient zu Patient“ einen wichtigen Beitrag leisten.
- Spezialisierte endoskopische Diagnostik inkl. Endoskopischer Ultraschall mit Probeentnahmen
- Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes, auch mit speziellen Ultraschallkontrastmitteln
- Computertomographie und Kernspintomographie
- Ganzkörper- Positronen- Emissions-Tomographie (PET)
- Nuklearmedizinische Szintigrafie-Verfahren, z.B. „Skelett-Szintigrafie“
- Laparoskopische und offene Tumorchirurgie am Darm, Enddarm und Organen mit Tochtergeschwülsten, z.B. der Leber
- Endoskopische Überbrückung von tumorbedingten Engstellen („Stents“)
- Endoskopisch geführte thermische Zerstörung von Tumorgewebe („Argon-Plasma-Koagulation“)
- Ambulante medikamentöse Tumortherapie, „Chemotherapie“ oder biologische Therapieverfahren mit Eiweißen (Antikörper-Therapie, „small molecules“)
- Ernährungsberatung
- Psychoonkologische Betreuung
- Spezielle Schmerztherapien
- Palliativmedizinische Behandlung
Individuell geplante, standardisierte tumororientierte prä- und postoperative Strahlentherapie des Enddarmkrebses.
Mikroskopische Diagnostik unter Einschluss molekularbiologischer Charakterisierungen.
In der wöchentlichen Tumorkonferenz wird jeder Befund und die Therapie jedes einzelnen Patienten von Spezialisten aller Fachrichtungen diskutiert und das weitere Vorgehen abgestimmt. So wird gewährleistet, dass das gesamte medizinische Wissen aller Disziplinen und breite ärztliche Erfahrung in die Behandlung einfließen.