medius Klinik Ruit

Menu

Eine Familie werden

Eine Familie wird geboren

Das Baby ist da, und alle Welt möchte den jungen Eltern zur Geburt ihres ersten Kindes gratulieren. Das bringt Unruhe ins Leben der neugeborenen Familie. 

Ruhephasen sind wichtig und einzuplanen

Mutter und Vater brauchen in der ersten Zeit mit ihrem Baby viel Ruhe, wenn die jungen Eltern mit ihrem Neugeborenen die Klinik verlassen. Doch zu Hause kommt dann oft die Ernüchterung:
Die Besucher geben sich die Haustürklinke in die Hand, und das Telefon klingelt den ganzen Tag. Kein Wunder, dass diese Unruhe sich auf das Neugeborene überträgt. Die Folge: Das Baby schreit den ganzen Tag und lässt seine Eltern auch nachts kaum zur Ruhe kommen. 

Zweigleisige Gefühle

Auf der einen Seite ist da ein ganz großes Glücksgefühl. Die jungen Eltern schweben sozusagen auf Wolke sieben. Andererseits bringt ein Neugeborenes große Veränderungen im Alltag mit sich.
Es muss rund um die Uhr versorgt werden. Die größte Aufgabe für die Eltern ist es, ihr Baby kennen zu lernen, um sein Weinen richtig deuten zu können. Das erfordert viel Zeit und Ruhe. Deswegen sollte man Besuch von Freunden und Verwandten nur dann zulassen, wenn er den jungen Eltern gut tut. „Oft geistert in den Köpfen das Bild von der glücklichen, strahlenden Mutter herum.
Dieses Klischee setzt Mütter unter Druck. Sie brauchen Entlastung und Verständnis. Und daran mangelt es manchmal“.

Entlastung für Mütter und Väter nicht vergessen

Junge Väter beklagen sich zuweilen, dass sie sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlen. Deswegen ist es wichtig, dass beide an einem Strang ziehen und sich die Aufgaben teilen. Denn Mutter und Vater müssen gemeinsam die Verantwortung für das Baby übernehmen. Das setzt verbindliche Absprachen und gegenseitige Unterstützung voraus. Ein Beispiel: Ein Mann kann nun mal nicht stillen.

Aber er kann das Baby wickeln, baden und mit ihm spazieren gehen. Er kann einkaufen und kochen und seine Frau damit entlasten.

Auch Hebammen können für junge Eltern eine wichtige Hilfe sein. So hat jede Frau auch nach der Geburt bis zum Ende der Stillzeit Anspruch auf Hebammenhilfe. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Das heißt: Die Hebammen helfen bei Stillproblemen, beraten in Ernährungs- und Gesundheitsfragen und geben jungen Eltern Tipps zum Umgang mit ihrem Baby. 

Wer keine Hilfe von Familie, Freunden und Nachbarn hat kann sich an wellcome wenden. Der Verein vermittelt ehrenamtliche Helferinnen, die ungefähr zweimal die Woche für zwei bis drei Stunden in die Familie kommen und dort individuell unterstützen. 

Die Bedürfnisse des Babys kennen lernen

Ein ständig schreiendes Baby und entnervte Eltern: Dies ist oft genug Alltag im Leben einer jungen Familie. „Von Schreibabys spricht man allerdings erst dann, wenn ein Kind über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen an mehr als drei Tagen der Woche länger als drei Stunden pro Tag schreit“, erklärt eine Hebamme. Dies trifft allerdings auf die wenigsten Kinder zu. Eltern überschätzen oft das Weinen ihres Babys. Sie denken zunächst einmal an Hunger, Blähungen oder eine nasse Windel. Dabei drücken Säuglinge mit dem Schreien aber auch ganz andere Bedürfnisse aus.

Ein Baby hat kein anderes Kommunikationsmittel als Schreien. Herauszufinden, was ihrem Kind fehlt, gehört deshalb für junge Eltern zu den wichtigsten Aufgaben. Säuglinge weinen nämlich auch, wenn sie angespannt, müde und überreizt sind. Viele Babys haben darüber hinaus ihre typischen Schreiphasen, meistens in den frühen Abendstunden. Das ist ganz normal. Die Kleinen sind müde, können aber noch nicht selbst zur Ruhe kommen. Nach drei Monaten ist meistens alles überstanden.

nach oben