Knie
Die Behandlung des Kniegelenks umfasst degenerative Veränderungen, Verletzungen der Knochen und Weichteilstrukturen sowie angeborene Störungen. Individuell erfolgt die Behandlung erkrankungsspezifisch stadiengerecht entweder konservativ oder operativ. Häufig kann aufgrund der Anatomie des Kniegelenks die Operation minimal-invasiv mittels Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt werden.
Knorpeltherapie
Die Behandlung von Knorpelschäden durch Transplantation bzw. knorpelregenerierenden Massnahmen hat sich am Knie- und Sprunggelenk etabliert, am Schultergelenk kommen diese Verfahren nur in Einzelfällen und an den anderen Gelenken (Hüftgelenk) praktisch nicht zur Anwendung. Die für das Kniegelenk im folgenden vorgestellten Verfahren sind analog auch für das obere Sprunggelenk anwendbar.
Arten von Knorpelschäden am Kniegelenk
Man kann zwischen degenerativen (Arthrose) und unfallbedingten Knorpelschäden unterscheiden. Degenerative Knorpelschäden sind in der Regel großflächig bzw. betreffen beide Gelenkpartner, sodass ein Knorpelersatz nicht möglich ist. Die Behandlung der Arthrose ist altersabhängig entweder die achskorrigierende Umstellungsoperation oder die Implantation einer Gelenkprothese. Der unfallbedingte Knorpelschaden kann entweder direkt oder durch ein lokal begrenztes Absterben des Knorpels entstehen. Der entstandene Defekt liegt innerhalb einer ansonsten weitgehend intakten Knorpelfläche, vergleichbar mit einem Krater innerhalb einer ansonsten flachen Landschaft.
Solch ein Defekt lässt sich mit Knorpelmaterial auffüllen, wobei die Altersgrenze zurzeit bei ca. 55 Jahren liegt.