Lungenkrebszentrum
zertifiziert von der Deutschen Krebsgesellschaft
Die Diagnose Lungenkrebs löst Fragen und Ängste aus. In dieser Situation sind Sie bei uns nicht allein. Im Lungenkrebszentrum der medius Klinik Ostfildern-Ruit können Sie sich auf erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten für eine umfassende Diagnostik und eine individuell auf Ihre Erkrankung abgestimmte Therapie verlassen.
Die medius Klinik Ostfildern-Ruit ist Teil des zertifizierten Lungenkrebszentrums Südwest Gemeinsam mit den Standorten Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg zählt die Kooperation mit mehr als 500 Erstdiagnosen im Jahr zu den größten Zentren für Lungenkrebs in Deutschland.
Für Sie als Patientin oder Patient bedeutet das: Die Spezialistinnen und Spezialisten der kooperierenden Kliniken arbeiten eng zusammen. So können wir unser Wissen, unsere Erfahrung und unsere technischen Möglichkeiten optimal bündeln. Das ermöglicht eine Behandlung auf höchstem medizinischem Niveau.
Unser onkologisches Leistungsspektrum
Interdisziplinär arbeiten unsere Experten für Pneumologie, Chirurgie, Onkologie, Radiologie und Strahlentherapie eng zusammen. Kurze Wege und eine enge Abstimmung ermöglichen eine individuelle, maßgeschneiderte Behandlung nach den neuesten wissenschaftlichen Standards. Unterstützt wird die medizinische Versorgung durch ein erfahrenes Team aus Pflege, Psychoonkologie, Ernährungsberatung, Physiotherapie und Sozialdienst.
Ihre Behandlung orientiert sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen medizinischen Leitlinien. Gemeinsam besprechen wir die für Sie geeigneten Möglichkeiten und nehmen uns Zeit, Ihre Fragen zu beantworten. Unser Ziel ist es, Ihnen Sicherheit und Orientierung zu geben und gemeinsam mit Ihnen den für Sie bestmöglichen Behandlungsweg zu finden. Wohnortnah und mit kurzen Wegen für Sie.
Umfassende Therapie - über die medikamentöse Behandlung hinaus
Wir betrachten Krebsbehandlung nicht nur als medizinische Herausforderung, sondern als umfassende Aufgabe. Bewegung, Ernährung und seelische Stabilität sind wichtige Bausteine einer erfolgreichen Therapie. Auch die Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten sowie der Austausch mit Selbsthilfegruppen tragen entscheidend dazu bei, unsere Patienten optimal zu begleiten.
Ihr verlässlicher Behandlungspartner
- Zertifizierung des Lungenkrebszentrums Südwest durch die Deutsche Krebsgesellschaft
- Enge Vernetzung mit Kooperationspartnern aus dem Raum Stuttgart
- Höchste Kompetenz in der Onkologie
- Individuelle Therapiekonzepte nach modernen Leitlinien
- Umfassende Betreuung in allen Krankheitsphasen
Bei einem Verdacht auf Lungenkrebs ist eine sorgfältige und umfassende Diagnostik entscheidend. Sie schafft die Grundlage dafür, die Erkrankung genau zu beurteilen und anschließend die für Sie passende Behandlung festzulegen. Dabei greifen verschiedene Untersuchungsverfahren ineinander.
Bildgebung: Auffälligkeiten erkennen und beurteilen
Zu Beginn erfolgt in der Regel eine Computertomographie (CT) des Brustkorbs. Sie ermöglicht eine detaillierte Darstellung der Lunge und angrenzender Strukturen und gibt erste Hinweise darauf, ob eine verdächtige Veränderung vorliegt und wie weit sie sich möglicherweise ausgebreitet hat.
Falls bereits außerhalb unserer Klinik CT- oder andere bildgebende Untersuchungen durchgeführt wurden, bringen Sie die Aufnahmen bitte möglichst in digitaler Form mit. So können unsere Spezialistinnen und Spezialisten die vorhandenen Befunde direkt in die weitere Diagnostik einbeziehen.
Gewebeprobe: Die Diagnose sicher bestätigen
Ob es sich bei einer auffälligen Veränderung tatsächlich um Lungenkrebs handelt und um welche Form es sich handelt, lässt sich in der Regel nur anhand einer Gewebeprobe (Biopsie) sicher feststellen.
Je nach Lage und Größe der auffälligen Veränderung kommen unterschiedliche Verfahren infrage:
- Bronchoskopie (Lungenspiegelung): Dabei werden die Atemwege mit einem dünnen, flexiblen Instrument untersucht. Wenn die verdächtige Veränderung über die Atemwege erreichbar ist, kann gleichzeitig eine Gewebeprobe entnommen werden.
- Punktion durch die Brustwand: Liegt die Veränderung außerhalb der gut erreichbaren Atemwege, kann das Gewebe unter bildgebender Kontrolle durch eine gezielte Punktion gewonnen werden.
- Operative Gewebeentnahme: In bestimmten Situationen kann ein kleiner operativer Eingriff erforderlich sein, um ausreichend Gewebe für die Diagnose zu gewinnen.
- Untersuchung von Lymphknoten: Wenn Lymphknoten im Bereich der Atemwege auffällig sind, kann auch dort eine Gewebeprobe entnommen werden. Dies kann wichtige Informationen über die Ausbreitung der Erkrankung liefern.
Ausbreitung bestimmen und Behandlung planen
Bestätigt sich der Verdacht auf Lungenkrebs, wird im nächsten Schritt untersucht, wie weit sich die Erkrankung ausgebreitet hat. Diese sogenannte Stadienbestimmung ist eine wichtige Voraussetzung für die Auswahl der geeigneten Therapie.
Je nach individueller Situation können hierfür weitere Untersuchungen notwendig sein, zum Beispiel:
- CT- oder MRT-Untersuchung des Kopfes
- CT oder Ultraschalluntersuchung des Bauchraums
- PET-CT zur Darstellung stoffwechselaktiver Gewebe
- Knochenszintigraphie, wenn Hinweise auf eine mögliche Beteiligung der Knochen bestehen
Herz und Lunge im Blick
Neben der Untersuchung des Tumors selbst ist es wichtig, den allgemeinen Gesundheitszustand und insbesondere die Leistungsfähigkeit von Lunge und Herz-Kreislauf-System zu beurteilen. Dazu können unter anderem Lungenfunktionstests, Belastungsuntersuchungen und ein Herzultraschall (Echokardiographie) gehören. In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine Lungenszintigraphie sinnvoll sein.
Die Ergebnisse aller Untersuchungen werden zusammengeführt. So können wir die Erkrankung möglichst genau einordnen, mögliche Behandlungsrisiken einschätzen und gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Therapieplan entwickeln.
Wenn die Untersuchungen zeigen, dass der Tumor durch eine Operation vollständig entfernt werden kann, ist die operative Therapie bei bestimmten Formen des Lungenkrebses ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Ziel ist es, den Tumor mit ausreichendem Sicherheitsabstand vollständig zu entfernen und gleichzeitig möglichst viel gesundes Lungengewebe zu erhalten.
Welche Operation sinnvoll und sicher ist, hängt unter anderem von der Lage und Größe des Tumors, seiner Ausbreitung und der individuellen Lungenfunktion ab. Je nach Befund stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung.
So viel Lunge wie möglich erhalten
Neben der vollständigen Entfernung des Tumors ist es unser Ziel, so gewebeschonend wie möglich zu operieren. In bestimmten Situationen kommen hierfür spezielle Operationsverfahren zum Einsatz.
Bei einer sogenannten Manschettenresektion kann beispielsweise ein betroffener Lungenlappen entfernt und gleichzeitig ein angrenzender Bronchus oder ein Blutgefäß rekonstruiert werden. Dadurch lässt sich in geeigneten Fällen eine Entfernung des gesamten Lungenflügels vermeiden.
Auch bei sogenannten „Split-Lobe“-Verfahren wird versucht, nicht betroffene Bereiche der Lunge zu erhalten. Welches Verfahren geeignet ist, hängt immer von der individuellen Situation und insbesondere von der Lage des Tumors ab.
Minimalinvasiv oder offen operieren
Wann immer es medizinisch möglich und sinnvoll ist, führen wir die Operation minimalinvasiv über kleine Hautschnitte (thorakoskopisch) durch. Diese sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie belastet den Körper in der Regel weniger als ein offener Eingriff und kann zu einer schnelleren Erholung nach der Operation beitragen.
Bei größeren oder zentral gelegenen Tumoren, ausgeprägten Verwachsungen oder besonderen anatomischen Gegebenheiten kann hingegen eine offene Operation über eine Thorakotomie erforderlich sein. Auch bei komplexen Eingriffen steht dabei die sichere und vollständige Entfernung des Tumors im Vordergrund.
Individuell geplant und interdisziplinär abgestimmt
Welches Operationsverfahren für Sie am besten geeignet ist, wird anhand der Ergebnisse der Diagnostik und Ihrer persönlichen Voraussetzungen sorgfältig abgewogen. Dabei berücksichtigen wir unter anderem die Tumorausdehnung, die Funktion Ihrer Lunge und Ihren allgemeinen Gesundheitszustand.
Unser Ziel ist eine vollständige Tumorentfernung bei möglichst weitgehendem Erhalt der gesunden Lunge. Die Entscheidung über das geeignete Operationsverfahren wird im Rahmen der interdisziplinären Behandlung getroffen und mit Ihnen ausführlich besprochen.
- Zytostatische Therapie, Immuntherapie und zielgerichtete Therapie
- Ernährungsberatung
- Psychoonkologische Betreuung
- Spezielle Schmerztherapien
- Palliativmedizinische Behandlung
Mit unserer hochspezialisierten Klinik für Strahlentherapie und Tumormedizin direkt am Standort bieten wir modernste Behandlungsmöglichkeiten. Der gezielte Einsatz hochpräziser Strahlentherapie trägt entscheidend zur Heilung, zur lokalen Tumorkontrolle und zur Linderung tumorbedingter Beschwerden bei.
Die Pathologie ist für die Diagnostik des Bronchialkarzinoms unverzichtbar, da sie nicht nur die definitive Diagnose und Tumorklassifikation ermöglicht, sondern durch die molekulare Charakterisierung auch die entscheidende Grundlage für eine zielgerichtete, individualisierte Therapie schafft.
In der wöchentlichen Tumorkonferenz wird jeder Befund und die Therapie jedes einzelnen Patienten von Spezialisten aller Fachrichtungen diskutiert und das weitere Vorgehen abgestimmt. So wird gewährleistet, dass das gesamte medizinische Wissen aller Disziplinen und breite ärztliche Erfahrung in die Behandlung einfließen.