Hüfte
Therapie
Leichtere Formen der Arthrose und des Arthroseschmerzes können zunächst konservativ mit der Einnahme von Schmerzmitteln und Krankengymnastik behandelt werden.
Nach ausgereizter konservativer Therapie ist die Indikation zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks (Hüftgelenksprothese) gegeben.
Wann ist der Zeitpunkt erreicht, ab dem eine Prothese notwendig wird?
Den Zeitpunkt einer Implantation bestimmt der Patient prinzipiell selbst anhand der erlebten Beschwerden und Einschränkungen. Da mit zunehmendem Lebensalter immer mehr Erkrankungen auftreten können, die Einfluss auf das Operationsrisiko nehmen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutgerinnungsprobleme), muss stets durch einen erfahrenen Arzt gemeinsam mit dem Patienten eine Risikoeinschätzung als Entscheidungshilfe erarbeitet werden.
Nachbehandlung
Die Behandlung erfolgt stationär. In dieser Zeit erreichen die Patienten in Abhängigkeit von der Ausgangssituation in der Regel bereits eine selbständige Gehfähigkeit einschließlich Treppensteigen. Anschließend erfolgt die ambulante oder stationäre Rehabilitation für 3 Wochen.
Danach ist das Gehen ohne Gehhilfen in der Regel sicher möglich, nach individuellem Befinden auch früher.
Was ist von einer Hüftprothese zu erwarten?
Prinzipiell funktioniert eine Hüftprothese wie ein normales Gelenk, allerdings sollten zumindest im ersten Vierteljahr bestimmte Bewegungen, wie die Beine übereinanderschlagen oder tief in die Hocke gehen, vermieden werden. Prinzipiell gilt für Hüftprothesen Gleiches wie das für Knieprothesen Dargestellte. Eine Limitierung besteht für sehr starkes Anbeugen und Anspreizen des Hüftgelenkes, da der erzielbare Bewegungsumfang mit Hüftprothese etwas geringer ist, als noch mit einem gesunden eigenen Gelenk.
Wie lange hält die Prothese?
Standzeiten von über 20 Jahren sind heute keine Seltenheit mehr. Wichtig ist dazu eine regelmäßige Kontrolle des Implantates vergleichbar mit dem Auto-TÜV, um einen beginnenden Verschleiß rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.