Herzschrittmacher- und Defibrillator-Therapie
Herzrhythmustherapie an der medius KLINIK KIRCHHEIM
In der Klinik für Innere Medizin, Herz- und Kreislauferkrankungen der medius KLINIK KIRCHHEIM bieten wir ein umfassendes Spektrum moderner Therapien bei Herzrhythmusstörungen – von der Implantation klassischer Herzschrittmacher bis hin zu hochspezialisierten Defibrillatoren. Mit langjähriger Erfahrung, hoher Fallzahl und modernster Technik verfügen wir über umfangreiche Erfahrung und eine etablierte Expertise im Landkreis Esslingen.
Unser Leistungsspektrum
Implantation und Nachsorge – alles aus einer Hand
Alle Geräte werden direkt in unserem Herzkatheterlabor implantiert – durch unser erfahrenes Ärzteteam, mit hoher Sorgfalt und nach anerkannten medizinischen Standards.
Die medius Klinik Kirchheim ist technisch auf dem neuesten Stand und setzt auf innovative Herzrhythmustherapien:
- Linksbündelstimulation (Conduction System Pacing): Diese neue Form der Schrittmachertherapie stimuliert das natürliche Reizleitungssystem des Herzens – für einen noch physiologischeren Herzrhythmus. Wir setzen diese Methode bereits erfolgreich und regelmäßig ein.
- Subkutane ICDs (S-ICD): Diese Geräte kommen ohne Sonden im Herzen aus und werden unter die Haut implantiert. Als Referenzzentrum verfügen wir über umfassende Erfahrung in der Anwendung dieser Technik – insbesondere bei jüngeren Patienten oder Patientinnen mit erhöhtem Infektionsrisiko.
Die Nachsorge erfolgt in unserer spezialisierten Herzschrittmacherambulanz, die auf alle modernen Systeme eingestellt ist.
Bradykarde Herzrhythmusstörungen, also ein zu langsamer Herzschlag, können Schwindel, Ohnmachtsanfälle oder Leistungsabfall verursachen. In solchen Fällen kommen Ein- oder Zweikammer-Herzschrittmacher zum Einsatz, die den Herzrhythmus zuverlässig stabilisieren.
Wir implantieren diese Systeme ambulant oder stationär in unserem modernen Herzkatheterlabor – auch ein Batteriewechsel oder ein Gerätetausch bei bestehenden Systemen ist jederzeit möglich. Unsere speziell ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte sorgen für hohe Sicherheit und eine individuelle Therapie.
Der ICD (Implantierbare Cardioverter-Defibrillator) erkennt gefährliche, schnelle Herzrhythmusstörungen (wie Kammerflimmern) und kann diese durch gezielte elektrische Impulse oder Schocks sofort beenden. Damit bietet er effektiven Schutz vor dem plötzlichen Herztod – insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit schwerer Herzschwäche oder nach überstandenem Herzinfarkt.
Jeder ICD verfügt zusätzlich über eine integrierte Herzschrittmacherfunktion.
Bei einer ausgeprägten Herzinsuffizienz mit gestörter Koordination der Herzwandbewegung kann ein Dreikammer-Schrittmacher (CRT-System) helfen. Dieses System verbessert die Pumpfunktion des Herzens, indem es die Herzkammern wieder synchron arbeiten lässt – für eine spürbar bessere Belastbarkeit und Lebensqualität.
In der Regel ist auch bei CRT-Systemen eine Defibrillatorfunktion integriert (CRT-D).
Bei unklaren Bewusstseinszuständen, Ohnmachten (Synkopen) oder dem Verdacht auf Herzrhythmusstörungen kann ein Ereignisrekorder (Event-Recorder) helfen. Das kleine Gerät wird unter die Haut eingesetzt und überwacht den Herzrhythmus kontinuierlich – oft über Monate hinweg. So lassen sich auch seltene Rhythmusstörungen sicher nachweisen.
Patienteninformationen
FAQ zur Herzschrittmacher- oder Defibrillator-Implantation an der medius KLINIK KIRCHHEIM
In der Regel kommen Sie einen Tag vor dem Eingriff zu uns in die Kardiologische Ambulanz.
Dort findet das ausführliche Vorgespräch statt – gerne auch mit einer Begleitperson. Wir erklären Ihnen den Eingriff in Ruhe und beantworten Ihre Fragen.
Anschließend führen wir notwendige Untersuchungen durch, wie ein EKG, ein Röntgenbild des Brustkorbs und eine Blutabnahme. Danach können Sie wieder nach Hause gehen und am nächsten Tag zum Eingriff wiederkommen.
Bitte kommen Sie zum vereinbarten Termin nüchtern in das das Herzkatheterlabor (Ebene 2).
Im OP-Saal wird das Operationsfeld gründlich desinfiziert und steril abgedeckt. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, auf Wunsch erhalten Sie zusätzlich ein beruhigendes Medikament.
Die Schrittmachersonden oder Defibrillatorsonden werden über eine Vene zum Herzen geführt und dort sicher platziert.
Anschließend wird das Aggregat unter der Haut eingesetzt und alles sorgfältig vernäht.
Der Eingriff dauert etwa eine Stunde. Währenddessen ist eine Pflegekraft durchgehend an Ihrer Seite.
Nach dem Eingriff kommen Sie zurück in den Ruheraum des Herzkatheterlabors. Ihre Wunde wird gekühlt, und der Herzschrittmacher bzw. Defibrillator wird individuell auf Ihre Bedürfnisse programmiert.
Die Fäden zieht Ihr Hausarzt nach etwa 7–10 Tagen.
Duschen ist in der Regel ab dem 10. Tag nach der Operation wieder möglich – wir sagen Ihnen genau Bescheid, wann es bei Ihnen soweit ist.
In den ersten vier Wochen sollten Sie auf der operierten Seite keine schnellen Überkopfbewegungen machen.
Die Nachsorge erfolgt in enger Kooperation mit unseren spezialisierten, niedergelassenen kardiologischen Kolleginnen und Kollegen. Dort stehen alle gängigen und modernen Programmiergeräten zur Verfügung.