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Venenchirurgie

Venen sind die Gefäße, die das sauerstoffarme Blut aus dem Gewebe zum Herzen zurückführen. In den Beinen unterscheidet man ein oberflächliches Venensystem und ein tiefes Venensystem, welches durch so genannte Perforansvenen miteinander verbunden ist. Bei „gesunden“ Venen an den Armen und Beinen helfen sogenannte Venenklappen dabei, dass das Blut nur herzwärts fließen kann.

Als Varikosis oder Krampfaderleiden bezeichnet man Aussackungen oder Erweiterungen im Bereich des oberflächlichen Venensystems, die erkrankten Venenklappen geschuldet sind. Die Seitenäste der oberflächlichen Stammvene bilden dann häufig unschöne Schlängelungen der Venen unter der Haut. Hierbei kommt es oft bei den Betroffenen auch zu einem Anschwellen des betroffenen Beines und zu einem Schweregefühl. Unbehandelt führt der gestörte Rücktransport nicht nur zu einer fortschreitenden Verfärbung, Schuppung und Verhärtung der Haut, sondern auch zu offenen, schlecht heilenden Wunden.

Wer ist betroffen?

Man unterscheidet zwei Formen der Varikosis. Bei der sogenannten primären Form kommt es durch eine genetische Veranlagung und begünstigende Faktoren (z.B. lange stehende Tätigkeiten, Schwangerschaft, Fettleibigkeit oder Herzschwäche) zu der Erkrankung, welche zu einem Blutstau im Venensystem führt. Bei der sekundären Form ist das Krampfaderleiden eine Folge einer tiefen Beinvenenthrombose, welche zu einer Abflussstörung und damit Druckerhöhung im oberflächlichen Venensystem führt.

Diagnostik 

Neben der körperlichen Untersuchung trägt eine Ultraschalluntersuchung der Venen maßgeblich zur Diagnosestellung eines Krampfaderleidens bei. Meist sind diese zwei Maßnahmen ausreichend, um eine operative Entfernung zu planen. Ergänzend kann in manchen Fällen eine Phlebographie durchgeführt werden, bei welcher über eine Vene am Fußrücken Kontrastmittel gespritzt wird und die Venen dann mittels Röntgenstrahlung sichtbar gemacht werden.

Therapiemöglichkeiten

Je nach Studium der Erkrankung besteht die Möglichkeit, ein Krampfaderleiden alleinig durch das Tragen (maßangefertigter) Kompressionsstrümpfe zu behandeln. In fortgeschrittenen Stadien oder bei großem Leidensdruck des Patienten wird eine Operation oft unumgänglich.

In unserer Klinik bieten wir je nach Ausprägung des Befundes folgende Operationen an:

  • eine komplette Entfernung der oberflächlichen Stammvene des Beines (Stripping der Vena saphena manga oder parva) mit Absetzen an deren Mündung (Crossektomie) sowie Entfernung der veränderten Seitenäste (Seitenastexhairese) oder
  • eine Teilentfernung der oberflächlichen Stammvene des Beines (Teil-Stripping der Vena saphena manga oder parva) und/oder (alleinige) Entfernung veränderter Seitenäste (Seitenastexhairese)

 

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