Unerreichte Einblicke in die Wirbelsäule
17.02.2026 | 11.20 Uhr
Die medius Kliniken bauen ihre innovative Rolle in der modernen Wirbelsäulenchirurgie weiter aus: In der Klinik auf dem Nürtinger Säer kommt ab sofort eine hochmoderne 4K-Kameratechnologie für endoskopische Wirbelsäulenoperationen zum Einsatz. Deutschlandweit verfügen bislang nur wenige spezialisierte Zentren über ein vergleichbares System.
Die neue Kamera liefert eine extrem hochauflösende Bildqualität und ermöglicht bislang unerreichte Einblicke in die feinen Strukturen der Wirbelsäule. „Die 4K-Technologie ist für uns ein echter Meilenstein. Wir sehen anatomische Details deutlich präziser und können noch schonender operieren“, erklärt Dr. Thomas Kaminski, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie bei den medius KLINIKEN.
Präzision im Millimeterbereich
Endoskopische Eingriffe an der Wirbelsäule gelten als besonders anspruchsvoll. Über kleinste Zugänge werden unter anderem Bandscheibenvorfälle oder Einengungen des Spinalkanals behandelt. Die neue Bildtechnik ermöglicht es, Nervenstrukturen, Gewebe und Blutgefäße nun noch klarer und präziser zu erkennen.
Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet das noch mehr Sicherheit und Präzision während des Eingriffs. Entscheidungen können schneller und fundierter getroffen werden. Gleichzeitig verkürzt sich häufig die Operationsdauer.
Vorteile für Patientinnen und Patienten
Vor allem Patientinnen und Patienten profitieren von der technologischen Weiterentwicklung. Endoskopische Verfahren sind minimalinvasiv: Sie kommen mit sehr kleinen Hautschnitten aus und schonen Muskeln und umliegendes Gewebe. Die verbesserte Sicht unterstützt besonders gewebeschonendes Operieren. Das kann zu weniger postoperativen Schmerzen, einer schnelleren Mobilisation und kürzeren Krankenhausaufenthalten führen. Auch das Risiko von Komplikationen wird reduziert.
Zertifiziertes Zentrum für moderne Wirbelsäulenmedizin
Die technologische Weiterentwicklung unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch der Klinik: Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie in Nürtingen wurde im vergangenen Jahr von der Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) als Zentrum für Wirbelsäulenerkrankungen zertifiziert. Diese Auszeichnung gilt bundesweit als anerkanntes Gütesiegel für moderne und qualitativ hochwertige Wirbelsäulenmedizin.
Die Zertifizierung reiht sich ein in eine Serie wegweisender Entwicklungen, mit denen die Wirbelsäulenchirurgie in Nürtingen zuletzt überregional für Aufsehen gesorgt hat. So gelang dem Team um Dr. Thomas Kaminski im vergangenen Jahr eine Deutschlandpremiere: Erstmals wurde in Nürtingen eine 3D-gedruckte Schraube zur Stabilisierung eines Kreuzbeinbruchs eingesetzt. Das individuell gefertigte Implantat basiert auf einer Technologie aus der Raumfahrtforschung und gilt als bedeutender Fortschritt in der Versorgung schwerer Wirbelsäulenverletzungen.
Ebenfalls im vergangenen Jahr führte die Klinik erstmals eine 3D-navigierte Wirbelsäulenoperation durch. Das Verfahren kommt inzwischen routinemäßig zum Einsatz und ermöglicht höchste Präzision auch bei komplexen anatomischen Situationen. Vereinfacht gesagt funktioniert die Technologie wie ein Navigationssystem im Auto: Kamera, Software und hochauflösende Bildgebung zeigen dem Operateur exakt den Weg zum Zielpunkt – millimetergenau und in Echtzeit.
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das ein großes Plus an Sicherheit. Die präzise Navigation kann die Genesungszeit verkürzen und reduziert zudem die Strahlenbelastung, da weniger Röntgenaufnahmen notwendig sind.
Weiterer Ausbau geplant
Mit der neuen 4K-Kamera ist der Ausbau der endoskopischen Wirbelsäulenchirurgie in Nürtingen noch nicht abgeschlossen. Weitere spezialisierte Instrumente sind bereits bestellt, um das Spektrum minimalinvasiver Eingriffe nochmals zu erweitern.
Ziel ist es, Patientinnen und Patienten modernste Behandlungsmethoden auf höchstem medizinischem Niveau wohnortnah anzubieten und die medius KLINIKEN als eines der führenden Zentren für endoskopische Wirbelsäulenchirurgie in der Region weiter zu stärken.