medius Klinik Kirchheim

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Gelenkpunktion

Ist ein Gelenk geschwollen kann eine Gelenkpunktion aus zwei Gründen erforderlich sein: diagnostisch und therapeutisch. Ist die Ursache des Gelenkergusses unklar können diese durch eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit abgeklärt werden. So hilft die Untersuchung der Entzündungszellen im Punktat in unserem Labor bei der Unterscheidung zwischen akuten Entzündungen und verschleißbedingten Ergüssen. Bakterien oder Kristalle (Gicht!) können identifiziert werden.

Eine Gelenkpunktion kann aber auch therapeutisch hilfreich sein. Allein die Entlastung des Gelenks durch Abpunktion des Ergusses kann, besonders bei grossen Gelenken wie dem Kniegelenk, schon zu einer deutlichen Beschwerdelinderung führen. Bei Gelenkschwelllungen als Folge einer Arthritis, einer aktivierten Arthrose oder einer sog. Baker-Zyste kann, Kortison in das Gelenk injiziert werden, wenn eine Gelenkinfektion ausgeschlossen ist. Dies führt dann häufig rasch zu einer weiteren Rückbildung des Gelenkergusses, da das Kortison in sehr hoher Konzentration im Gelenk vorliegt und dabei weniger Auswirkungen auf den Gesamtorganismus hat als die Einnahme von Kortison als Tablette.

Die Gelenkpunktion erfolgt unter genauer Beachtung der Asepsis (Keimfreiheit zur Vermeidung einer Infektion).Daher ist eine gründliche Haut- und Händedesinfektion notwendig. Vor der Punktion werden Haare, die sich an der Punktionsstelle befinden, entfernt, die Haut wird gründlich mit Alkohol abgerieben und mit einem geeigneten Mittel desinfiziert. Der Arzt zieht sich nach der Händedesinfektion sterile Gummihandschuhe über und deckt die Umgebung der Punktionsstelle mit sterilen Tüchern ab. Bei der Punktion werden daher keimfreie (sterilisierte) Instrumente verwendet.

Nach der Gelenkpunktion wird die Einstichstelle steril verbunden. Bei Punktionen mit Kortisoninjektion an Gewichtstragenden Gelenken wie den Knie- oder Sprunggelenken verbessert eine Ruhigstellung des Gelenks für 24 Stunden die Erfolgsaussichten. Daher werden diese Punktionen in der Regel stationär durchgeführt, um eine unnötige Belastung des Gelenks nach der Punktion zu vermeiden.

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