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Arthrose

Der fortschreitende Verschleiß eines Gelenks wird als Arthrose bezeichnet. Arthrose ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Erkrankungen, die mit degenerativen Gelenkveränderungen einhergehen. Die Ursachen sind unterschiedlich, die Beschwerden ähneln sich jedoch.

Das charakteristische Symptom der Arthrose sind Schmerzen. Sie treten charakteristischerweise zunächst im Zusammenhang mit einer Belastung des Gelenkes auf und sind nicht selten auch mit einem knirschenden Gefühl oder Reibegeräuschen verbunden.Schreitet die Erkrankung fort, kommen oft auch Ruheschmerzen, nächtliche Schmerzen oder Gelenkblockaden (Bewegungseinschränkungen des Gelenkes) hinzu. Bedingt durch die Schmerzen gewöhnen sich die Betroffenen Schon-Bewegungsmuster an, die dann zu einer Mehrbelastung anderer Gelenkabschnitte führen.
An erster Stelle in der Diagnostik steht die klinische Untersuchung, also die Beurteilung von Haut, Bindegewebe äußerer Gelenkform und der Gelenkfunktion durch den Arzt. Hat er den Verdacht auf eine Arthrose, fertigt er vom betroffenen Gelenk ein Röntgenbild an. Dort sucht er dann nach verschiedenen für die Arthrose typischen Zeichen, die in frühen Stadien der Erkrankung jedoch fehlen können. Leider gibt es für die Arthrose keine ursächliche Behandlung. Deshalb besteht das Ziel jeder Therapie darin, die Beweglichkeit zu verbessern und möglichst lange zu erhalten, Schmerzen zu reduzieren und so die Lebensqualität zu steigern. Für die einzelnen Stadien und Formen der Arthrose stehen unterschiedliche nicht-operative und operative Therapieformen zur Verfügung.

Die nicht-operative (so genannte konservative) Behandlung besteht aus Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Präparaten. Sie werden in Tablettenform verabreicht oder örtlich in das Gelenk eingespritzt. Die Behandlung der Schmerzen verringert die fehlerhafte Belastung des Gelenks. Außerdem unterdrücken die Medikamente die entzündlichen Reaktionen im Gelenk. Die Auswahl der geeigneten Schmerzmedikamente ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Bei der Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten ist als Haupt-Nebenwirkung das gehäufte Auftreten von Magengeschwüren zu berücksichtigen. Langfristig können solche Medikamente auch die Herz-, Nieren- und Leberfunktion beeinträchtigen. Durch die Entwicklung neuer, besser verträglicher Medikamente kann auch bei Patienten mit fortgeschrittenem Gelenkverschleiß eine Steigerung der Lebensqualität erreicht werden, selbst wenn eine Operation nicht in Frage kommt.

In vielen Fällen ist die Schmerzlinderung eine wichtige Vorraussetzung für die krankengymnastische Übungsbehandlung, eine weitere Säule der Arthrosetherapie. Das Ziel der Krankengymnastik besteht darin, die das Gelenk umgebende Muskulatur zu kräftigen und die Bewegungsabläufe des Patienten zu verbessern. Diese Maßnahmen reduzieren die Belastung der Gelenkflächen und verringern Fehlbelastungen. So soll die Beweglichkeit verbessert und das Fortschreiten des Verschleißes verlangsamt werden. Wärmetherapie, Kälte- und Wassertherapie oder Elektrotherapie begleiten die krankengymnastische Behandlung. Diese Maßnahmen tragen vor allem zur Reduktion von Schmerzen bei. Gelingt es nicht mit konservativer Therapie die Arthrosebedingten Schmerzen ausreichend zu lindern kann eine operative Therapie indiziert sein. Durch einen Gelenkersatz kann dann häufig die Beweglichkeit deutlich verbessert werden.

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