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Arthritis als Folge von Intefktionen (Reaktive Arthritis)

Im Rahmen einer Infektion kommt es zu einer Aktivierung des Immunsystems. Bei bestimmten Infektionen kann eine "Überreaktion" des Immunsystems eintreten: Die Immunzellen greifen dann nicht nur den Krankheitserreger sondern auch körpereigenes Gewebe an: es kommt dann "reaktiv" zu einer Gelenkentzündung, der sog. reaktiven Arthritis. Eine reaktive Arthritis kann u.a auftreten nach Harnwegsinfektionen (z.B. Chlamydien-Arthritis) und Darminfektionen (Yersinien-Arthritis). In der Regel heilt die reaktive Arthritis einige Zeit nachdem die Infektion abgeklungen ist folgenlos aus. Die Therapie besteht in der Entlastung stark entzündeter Gelenke durch eine Gelenkpunktion und in Gabe der sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika. Ein langfristige Basistherapie ist nur in den wenigen Fällen erforderlich in denen die Gelenkentzündung nicht zur Ruhe kommt.

Ein Sonderfall der reaktiven Arthritis ist die Gelenkentzündung bei einer Borrelieninfektion. Borrelien werden durch Zecken übertragen. Zunächst kommt es bei einer Borrelieninfektion zu einer typischen Hautveränderung (dem sog. Erythema migrans). Später kann dann eine Schwellung meist weniger grosser Gelenke hinzutreten: die sog. Lyme Arthritis. Durch eine gezielte Behandlung mit Antibiotika kann die Gelenk-Erkrankung in der Regel erfolgreich behandelt werden. Manchmal bestehen auch nach erfolgreicher antibiotischer Therapie noch Gelenkbeschwerden für einige Zeit fort, die Gelenke sind dann aber nicht mehr entzündet. Für Verwirrung sorgen nicht selten die Bluttests zur Borreliosediagnostik, da auch nach erfolgreicher Bekämpfung der Borrelien durch Antibiotika der Bluttest noch einige Zeit positiv bleiben kann. Die Beurteilung erfordert daher die Kenntnisse eines erfahrenen Rheumatologen.

Infektiöse und virusbedingte Arthritis

Selten kann eine Arthritis auch Folge einer direkten Gelenkinfektion durch Bakterien oder Viren sein. Die sogenannte "septische Arthritis" ist eine eitrige Gelenkinfektion durch Bakterien und ist ein rheumatologischer Notfall, der eine stationäre Behandlung und eine enge und rasche Zusammenarbeit von Rheumatologen und Orthopäden erfordert.

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