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Gesichtsfehlbildungen

Komplexe Fehlbildungen des Gesichtes, wie z.B. das Goldenhar-Syndrom oder das Franceschetti-Syndrom, sind eine große Herausforderung für das Behandlungsteam, da für die chirurgische Korrektur von knöchernen Strukturen und Weichteilen des Gesichtes eine Vielzahl differenzierter OP-Techniken erforderlich. In der Regel beginnt die Behandlung mit der Korrektur knöcherner Fehlstellungen. Hierbei stehen Verlagerungen oder Rekonstruktionen der Jochbeinregion oft an erster Stelle.  In vielen Fällen ist eine Behandlung des Fehlbisses in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Kieferorthopäden erforderlich. Bei einem großen Knochendefizit muss die chirurgische Fehlbissbehandlung in zwei Schritten erfolgen. An erster Stelle steht die langsame Verlängerung bzw. Verbreiterung von Ober- oder Unterkiefer mit Hilfe der Distraktionstechnik.
Der Eingriff wird durch den Mund durchgeführt. Äußerlich sichtbare Narben können hierdurch vermieden werden. Nach Stabilisierung der Knochen und Ausformung der Zahnbögen durch den Kieferorthopäden erfolgt ca. ein Jahr später die endgültige Korrektur des Fehlbisses (siehe Kapitel Fehlbisschirurgie). Um eine Symmetrie des Gesichtes herzustellen, sind bei diesem Eingriffen häufig Korrekturen des Kinns, des Kieferwinkels und des Unterkieferrandes notwendig.
Die Korrektur der Gesichtsweichteile erfolgt in der Regel nach Abschluss der knöchernen Maßnahmen, z.B.  bei der Entfernung des Osteosynthesematerials ein Jahr nach der Fehlbiss-Operation. Bei Asymmetrien ist häufig auch eine Korrektur der Nase sinnvoll. Defizite des Unterlides, die z.B. beim Franceschetti-Syndrom vorliegen können, werden in der Regel durch einen Schwenklappen vom Oberlid ausgeglichen. Bei der abschließenden Korrektur von Weichteilasymmetrien hat sich der Aufbau mit Eigenfett bewährt. Bei ausgeprägteren Asymmetrien wird die Transplantation des Fettes in mehreren Schritten durchgeführt, da das Gewebe nur begrenzt Fett aufnehmen kann.

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