medius Klinik Ruit

Menu

Ästhetische Gesichtschirurgie

Straffungsoperationen

Die Gesichtshaut erfährt im Laufe des Lebens einen Verlust der Elastizität. Dieser Prozess kann in machen Fällen sehr stark ausgeprägt sein, so dass der verständliche Wunsch entsteht, die Faltenbildung zu korrigieren, um wieder jünger auszusehen.
Der am häufigsten durchgeführte Eingriff ist die Oberlidstraffung. Die Operation wird in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Da die Erschlaffung der Oberlidhaut sogar zu einer Einschränkung des Gesichtsfeldes führen kann, wird dieser Eingriff in einzelnen Fällen nach augenärztlichem Gutachten von der Krankenkasse übernommen. Vor der Oberlidstraffung ist jedoch bei der klinischen Untersuchung abzuklären, ob die Erschlaffung der Haut nicht durch ein Absinken der Augenbrauen bedingt ist. In diesen Fällen sollte zuerst eine Anhebung der Augenbrauen (brow lift) oder der gesamten Stirnhaut (Stirnlift) erfolgen.
Die sogenannten Tränensäcke sind nicht nur auf eine Erschlaffung der Haut des Unterlides zurückzuführen. Sie entstehen durch eine Verlagerung des Fettes der Augenhöhle nach vorne aufgrund geschwächter Bindegewebsstrukturen (Prolaps). Die Entfernung des prolabierten Fettgewebes steht daher bei der Unterlidstraffung mit im Vordergrund. Auch die Unterlidkorrektur wird meistens ambulant durchgeführt. Bei aufwendigen Eingriffen kann eine Unterstützung durch den Anästhesisten (Dämmerschlaf bzw. Analgosedierung) sinnvoll sein.
Die Straffung der gesamten Gesichtshaut (face lift) erfolgt im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes. Der Eingriff wird meistens in Vollnarkose durchgeführt. Hierbei werden die oberflächlichen und die tiefen Schichten der Gesichts- und Halsweichteile gestrafft. Das Ausmaß des Eingriffes muss nach ausführlicher klinischer Untersuchung individuell mit dem Patienten festgelegt werden.

Profilkorrekturen

Für ein harmonisches Profil müssen mehrere anatomische Strukturen zueinander passen: Stirn, Nase, Ober- und Unterkiefer, Zähne, Lippen, Kinn und Submentalregion. Eine Korrektur der Stirnpartie ist chirurgisch sehr aufwendig und nur in Grenzen möglich. An den restlichen Strukturen können mit kiefer-gesichtschirurgischen Maßnahmen sehr große Veränderungen erzielt werden. Voraussetzung für ein harmonisches Profil ist in der Regel ein normaler Biss. Schwere Fehlbisse führen zu gravierenden Abweichungen des Profils und sollten, wenn möglich, vorrangig korrigiert werden. Auch die Behandlung von reinen Zahnfehlstellungen durch den Kieferorthopäden kann das Profil positiv beeinflussen.
Eine ungünstige Nasenform wird von Patienten als besonders belastend empfunden. Eine Höcker- oder Sattelbildung kann chirurgisch ausgeglichen werden. Die Nase kann auch insgesamt vergrößert oder verkleinert werden. Der Relation zwischen Nasenrücken und Nasenspitze gilt dabei besonderes Augenmerk. Bei Männern wird ein gerades Profil angestrebt. Bei Frauen sollte die Nasenspitze in der Regel etwas höher als der Nasenrücken sein. Der Winkel zwischen Nase und Lippe (Nasolabialwinkel) kann sowohl durch Eingriffe an der Nase als auch durch Eingriffe am Oberkiefer oder der Oberlippe verändert werden.  
Fehlstellungen des Kinns können in allen drei Dimensionen korrigiert werden. Über einen Schnitt in der Umschlagsfalte zwischen Unterkieferzähnen und Lippe wird das knöcherne Kinn verlagert.
Das Profil kann hierdurch sowohl horizontal als auch vertikal verbessert werden. Mit der sogenannten „chin wing“ – Operation kann der gesamte Unterkieferrand verlagert werden.
Dieser Eingriff ist wesentlich aufwändiger und erfordert in der Regel ein zusätzliches Knochentransplantat vom Beckenkamm.

Jochbeinaugmentation

Die Konturen der Jochbeine können durch Implantate oder Verlagerung der Jochbeine verändert werden. Beide Eingriffe erfolgen über die Mundhöhle. Bei der Verlagerung der Jochbeine nach außen wird in der Regel ein Knochentransplantat (z.B. vom Kieferwinkel) zwischen das jeweilige Jochbein und den Oberkiefer gesetzt. Die neue Stellung der Jochbeine wird mit kleinen Titanplättchen fixiert. Nach Entfernung der Platte verbleibt im Gegensatz zur Augmentation mit Implantaten kein Fremdkörper im Körper. Für Feinkorrekturen im Bereich der Jochbeine eignet sich besonders das Einspritzen von körpereigenem Fettgewebe (Lipofilling).

Lipofilling

Das Einbringen körpereigenen Fettgewebes gehört zu den Standardtechniken der ästhetischen Gesichtschirurgie. Das Fettgewebe wird in der Regel über den Bauchnabel aus dem Unterbauch entnommen. Bei großem Volumenbedarf ist z.B. auch eine Entnahme aus den Innenseiten der Oberschenkel möglich. Durch Zentrifugieren werden die Fettzellen von den restlichen Gewebebestandteilen getrennt. Mit Hilfe von feinen Kanülen wird das Fettgewebe im Gesicht eingebracht. Diese Technik ermöglicht z.B. das Unterspritzen von Falten, die Augmentation der Lippen oder die Augmentation der Jochbeinregionen. Weichteilasymmetrien im Rahmen von Gesichtsfehlbildungen, nach Operationen oder nach Verletzungen können ebenfalls durch Lipofilling korrigiert werden.

Faltenbehandlung

Faltenbildung ist der Ausdruck eines natürlichen Alterungsprozesses. Eine individuell sehr ausgeprägte Faltenbildung führt jedoch oft zu dem Wunsch einer Korrektur. Je nach Ausprägungsgrad der Faltenbildung kommt eine Reihe von OP-Techniken in Frage. Wie bei allen operativen Eingriffen ist eine ausführliche ärztliche Untersuchung für die Auswahl der OP-Technik unerlässlich. Neben der Injektion von Botulinumtoxin (z.B. bei Stirnfalten), kommen abtragende Techniken (Dermabrasio) oder aufbauende Techniken (Filler, Lipofilling) in Frage.  Bei generalisierter starker Faltenbildung ist in der Regel eine Straffungsoperation zu bevorzugen.

nach oben