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Zweiter Kathetermessplatz in Kirchheim erhöht die Sicherheit für die Patienten

12.03.2019

Höhere Sicherheit und geringere Belastung für die Patienten: Die Klinik für Innere Medizin, Herz- und Kreislauferkrankungen der medius KLINIK KIRCHHEIM hat einen zweiten Linksherzkathetermessplatz in Betrieb genommen. Das neue Herzkatheterlabor wurde im Rahmen eines offiziellen Aktes von Landrat Heinz Eininger in Betrieb genommen.

Der zweite Linksherzkathetermessplatz stellt sicher, dass im Notfall noch schneller geholfen werden kann, auch wenn der bestehende Messplatz gerade durch einen Patienten belegt ist.

Auch die Strahlenbelastung für die Patienten ist bei dem neuen Gerät geringer als bei dem bereits 2006 eingerichteten ersten Kathetermessplatz. Der Linksherzkathetermessplatz wird außerdem genutzt, um Herzschrittmacher einzusetzen. Zudem benötigt ein niedergelassener Kardiologe das Gerät, das mitsamt Einbau und räumlichen Veränderungen 2,5 Millionen Euro gekostet hat.

Landrat Heinz Eininger begründete die Investition: "Ein Katheterlabor ist ein Muss für eine gute wohnortnahe medizinische Versorgung, auf die die Menschen im Landkreis vertrauen können." Im Katheterlabor seien bis heute über 20.000 Patienten behandelt worden - jeden Monat im Schnitt 150.

Geschäftsführer Kräh betonte die beiden Ziele, die stets von dem gemeinnützigen Betrieb in kommunaler Trägerschaft verfolgt würden: "Wir wollen immer beides: Hohe medizinische Qualität und Wirtschaftlichkeit." Nur so gelinge es, derartige Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen. Der neue Linksherzkathetermessplatz schone die Patienten und erleichtere durch eine bessere Bildqualität den Kardiologen die Arbeit.

Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Herz- und Kreislauferkrankungen, Privatdozent Dr. med. Martin Beyer, beschrieb die Aufgaben des neuen Geräts. Der Linksherzkathetermessplatz wird für die Diagnose benötigt, vor allem, um Verengungen der Herzkranzgefäße aufzuspüren. Diese können dann durch Ballons aufgedehnt werden. Die Kardiologen setzen zudem - etwa bei Infarkten - so genannte Stents ein, kleine Metallröhren, die den Blutdurchfluss bei verkalkten Gefäßen wiederherstellen. Mit speziellen Fräsköpfen können Verkalkungen beseitigt werden. Beyer zum neuen Gerät: "Der technische Fortschritt ist enorm. Wir können besser sehen und die Bedienung ist leichter als früher.“

Die durch das zweite Gerät verdoppelte Verfügbarkeit der Linksherzkathetermessplätze kann für die Patienten ein wichtiger Vorteil sein. Bei akuten Herzinfarkten kommt es auf die Zeit an. Um bleibende Schäden am Herzmuskel zu vermeiden, ist ein schneller Eingriff notwendig. Das ist mit zwei Geräten, die an 365 Tagen im Jahr jeweils 24 Stunden zur Verfügung stehen, weitgehend sichergestellt.

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