Medius Kliniken Kirchheim, Ruit und Nürtingen

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Zehn Jahre minimalinvasive Chirurgie

01.09.2014 17:00 Uhr

Die minimalinvasive Chirurgie an den Kreisklinken Esslingen ist untrennbar mit dem Namen Dr. Klaus Kraft verbunden. In den zehn Jahren seiner Tätigkeit hat der gebürtige Stuttgarter an allen Standorten der Kreiskliniken gearbeitet. Begonnen hat Dr. Kraft im September 2004 als Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie der Klinik Nürtingen, im August 2007 übernahm er diese Funktion zusätzlich an der Klinik Kirchheim. Im Herbst vergangenen Jahres kam noch der Chefarztposten der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Paracelsus-Krankenhaus Ruit hinzu. Seitdem ist er für alle drei Kliniken verantwortlich. 

Dr. Kraft gehört zu den Pionieren der minimalinvasiven Chirurgie, die er Anfang der 90er Jahre in Stuttgart mit entwickelt hat, und ist heute ein national und international anerkannter Experte auf diesem Gebiet. Seit Beginn seiner Tätigkeit in den Kreiskliniken hat er zudem hunderte von Chirurgen aus dem In- und Ausland in minimalinvasiver Technik ausgebildet – entweder in Nürtingen oder in Kliniken vor Ort. Häufig werden die Operationen auch per Video zu Schulungszwecken in andere Krankenhäuser übertragen. 

Während der vergangenen zehn Jahre hat sich die Zahl der Patienten in den chirurgischen Abteilungen der Kreiskliniken Esslingen fast verdreifacht. Im selben Zeitraum wurden ein zertifiziertes Darmzentrum mit Schwerpunkt minimalinvasive Chirurgie, ein zertifiziertes minimalinvasives Kompetenzzentrum und ein zertifiziertes onkologisches Zentrum aufgebaut. Derartige Zentren sind nur an etwa zehn Prozent aller Kran-kenhäuser in Deutschland vorhanden.

Die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie, bei der winzige Operationsinstrumente und Stablinsenkameras durch kleine Schnitte in den Körper eingeführt werden, wurde zunächst nur bei kleinen Eingriffen wie Leistenbruchoperationen angewendet. Heutzutage können theoretisch alle Bauchoperationen – von der Entfernung des Blinddarms und der Gallenblase bis zu großen Magen- und Darmoperationen – auf diese Weise durchgeführt werden. Der Vorteil für die Patienten: Sie sind schneller wieder fit, haben deutlich weniger Schmerzen, weniger Narben und können sehr viel früher wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Viele Eingriffe können inzwischen ambulant durchgeführt werden, sodass die Patienten am sel-ben Tag wieder nach Hause gehen können. 

Aus einer kleinen Abteilung mit anfangs zwei Oberärzten ist im Verlauf der vergangenen zehn Jahre ein Team mit zehn umfassend ausgebildeten Chirurgen sowie 15 Assistenzärzten an allen drei Standorten geworden. Doch nicht nur die Chirurgie hat sich gewandelt. Die verkürzten Aufenthalte der Patienten haben auch für das Pflegepersonal große Veränderungen mit sich gebracht. Von Anfang an aber wurde der Ausbau der minimalinvasiven Chirurgie an den Kreiskliniken Esslingen sowohl von der Geschäftsleitung als auch vom Aufsichtsrat intensiv gefördert. 

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