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Zehn Jahre Herzkatheterlabor Kirchheim: Eine Erfolgsgeschichte für die Patienten

23.04.2016 08:00 Uhr

Seit zehn Jahren verfügt die Klinik Kirchheim über ein Herzkatheterlabor. Für den Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Herz- und Kreislauferkrankungen, Privatdozent Dr. Martin Beyer, ist das Labor „das Herzstück unserer Kardiologie“. 24 Stunden am Tag steht das Labor zur Verfügung, 1.700 Patienten werden Jahr für Jahr im Katheterlabor untersucht und behandelt. Beyer blickt zurück: „Verglichen mit den Anfängen können wir heute genauer und schneller Diagnosen stellen und intervenieren, wenn es nötig ist.“ Im Katheterlabor werden die Herzkranzgefäße durch ein Kontrastmittel sichtbar gemacht, um Verengungen aufzuspüren. Verengungen oder Verschlüsse entstehen durch Arteriosklerose, also Ablagerungen an den Wänden der Gefäße. Im Katheterlabor können diese Verengungen aufgeweitet durch einen Ballon oder durch eine Röhrchen - einen Stent - stabil und durchlässig gemacht werden. „Den Patienten geht es nach der Behandlung sofort besser und sie können ohne Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität ein normales Leben führen“, so Beyer.

Mittlerweile werden die Katheter meist nicht mehr durch die Leiste eingeführt und dann zum Herz geschoben, sondern durch Blutgefäße am Handgelenk. „Das ist deutlich patientenschonender“, so der Leitende Oberarzt Dr. Torsten Beck. Neue Untersuchungsverfahren sind inzwischen möglich. Beim Herzkranzgefäß-Ultraschall wird einen Ultraschallkopf im Miniaturformat in die Gefäße eingeführt, der die Ablagerungen und den Zustand der Gefäßwände sehr deutlich darzustellen vermag. Die so genannte Druckdrahtmessung erlaubt es zudem, exakt zu messen, wie stark der Blutfluss durch die Verengung beeinträchtigt wird. Neu ist zudem die Rotablation. „Wir können bestimmte Ablagerungen herausfräsen und somit den Blutfluss wieder erleichtern“, beschreibt Beck die Methode.

2015 ist der Herzkathetermessplatz grundlegend erneuert worden. Den Vorteil davon genießen vor allem die Patienten der Kirchheimer Klinik. Uwe Schwab, pflegerischer Leiter des Labors, hebt die Fortschritte für die Patienten hervor: „Die Strahlendosis für die Patienten wird um bis zu 70 Prozent geringer. Gleichzeitig werden die Bilder besser und detailgenauer.“ Zudem kann der neue Patiententisch bis zu 275 Kilogramm tragen und die Patienten können bequemer gelagert werden. Das gesamte System ist schließlich schneller in Bereitschaft. Nach nur zwei Minuten ist der Messplatz hochgefahren - früher dauerte es fünf Minuten. Für Norbert Nadler, Leiter des Klinikums Kirchheim-Nürtingen, ist die Modernisierung des Herzkatheterlabors ein „Meilenstein“ auf dem Zukunftskurs der Kreiskliniken Esslingen: „Wir steigern so die Qualität von Diagnose und Therapie und dies dient unmittelbar dem Wohl der Patienten.“ 

Nach zehn Jahren sei zudem klar: „Ein Herzkatheterlabor gehört heutzutage in eine Kardiologie, damit wir den Patienten schnell und wirkungsvoll helfen können. Zehn Jahre Herzkatheterlabor Kirchheim sind eine Erfolgsgeschichte - vor allem für unsere Patienten.“ 

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