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Vertrag zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung unterzeichnet

08.07.2010 00:00 Uhr

Der Geschäftsführer der Kreiskliniken Esslingen Franz Winkler hat heute zusammen mit dem Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils, Dieter Kress, sowie Vertretern vom Landesverband der BKK, von der Landesvertretung vdek, der LKK und der Knappschaft einen Vertrag zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) unterzeichnet.

Das Angebot der SAPV richtet sich an schwerkranke Patienten mit einer nicht mehr heilbaren Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung, die eine besonders aufwändige Versorgung benötigen. Es soll ihnen ein menschenwürdiges, möglichst schmerzfreies Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten Umgebung (zu Hause oder im Pflegeheim) ermöglicht werden.

Erst wenn die Möglichkeiten der allgemeinen Palliativversorgung durch Hausärzte und Pflegedienste nicht ausreichen, kann zur Betreuung von Patienten mit komplexen und schwierig zu behandelnden Symptomen die Strukturen der spezialisierten Palliativversorgung ergänzend hinzugezogen werden.

Neben einer reinen Beratungsleistung (z.B. für den Hausarzt oder die Angehörigen) wird auch die Versorgung durch alle Beteiligten koordiniert (Pflegedienste, Hospizdienste, Hausarzt, Palliativmediziner, etc.). Es wird auf Wunsch aller Beteiligten eine palliative Versorgung zusätzlich zu den hausärztlichen Leistungen (z.B. spezielle Schmerztherapie) übernommen. Derzeit entstehend in Baden-Württemberg ca. 35 solcher Palliativnetzwerke. In Baden-Württemberg bedürfen ca. 10.000 schwerstkranke Menschen jährlich einer solchen Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung.

Im Landkreis Esslingen werden ca. 400-500 Patienten im Jahr solch eine Versorgung benötigen. Die erfolgreiche Arbeit des seit 2001 im Landkreis etablierten „Runden Tisches Palliativversorgung Landkreis Esslingen“ unter der Leitung von Dr. Nicole Pakaki, hat bereits früh die Voraussetzungen für die SAPV geschaffen. So lag es nahe, dass der Sozialausschuss im Juli 2009 die Kreiskliniken Esslingen als „neutralen“ Partner beauftragt hat, eine Koordinierungsstelle für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung einzurichten. Um sicherzustellen, dass die Leistungserbringer auf die Arbeit der Koordinierungsstelle angemessenen Einfluss nehmen können, wird ein Kuratorium etabliert werden, in dem die Leistungserbringer jeweils eine definierte Anzahl von Sitzen erhalten. Die Kuratoriumsmitglieder werden von den Verbänden der Leistungserbringer bestimmt.

Geschäftsführer Winkler freut sich über diesen Vertrauensbeweis: „Die Kreiskliniken Esslingen übernehmen gerne als Dienstleister die Funktion des Zusammenführens aller Beteiligten. Denn dies dient vor allem den Patientinnen und Patienten, die so eine optimal abgestimmte Pflege und Hilfe erhalten.“



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