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Sensibilisierungskampagne im Landkreis Esslingen

16.07.2021 09:12 Uhr

Die Corona-Pandemie hat vielfältige Folgen. Eine davon stellen Kliniken und Ärzte im Landkreis Esslingen gemeinsam fest: Die Bevölkerung ist zurückhaltender geworden einen Arzt oder eine Klinik aufzusuchen.
Dies machen auch Studien deutlich, zum Beispiel im Bereich der Tumorerkrankungen. Die AOK stellt deutschlandweit einen Rückgang der Krebsdiagnosen um 20 Prozent fest. Ebenso wurden 2020 hunderttausende Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland abgesagt, laut DAK ist ein Rückgang der Krebsvorsorgeuntersuchungen bis September 2020 um 17 Prozent zu verzeichnen. Auch bei Herz-Kreislauferkrankungen sind die Zahlen besorgniserregend: Schlaganfälle und Herzinfarkte wurden um 19 bzw. 31 Prozent weniger stationär behandelt. 
Diese Tendenz lässt sich auch im Landkreis Esslingen beobachten. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stellen die Kliniken und auch die niedergelassenen Ärzte fest, dass viele Patientinnen und Patienten aus Angst vor einer Corona-Infektion von einer notwendigen Behandlung absehen.

"Wir mussten feststellen, dass nahezu alle planbaren Eingriffe aber auch Notfallbehandlungen in den Bereichen der Kardiologie, Neurologie, Onkologie und Urologie während der Corona Pandemie stark zurückgegangen sind. Um dieser - insbesondere für die Patienten - gefährlichen Entwicklung entgegenzuwirken haben wir mit dem Klinikum Esslingen und den Kreisärzteschaften Esslingen und Nürtingen gemeinsam diese Sensibilisierungskampagne initiiert“, äußerten sich Sebastian Krupp, Geschäftsführer der medius KLINIKEN und Matthias Ziegler, Geschäftsführer des Klinikums Esslingen unisono.

„Wir erleben in unserem Praxisalltag, dass einige Patienten nach wie vor aus Angst vor einer Infektion auch dringend notwendige medizinische Eingriffe in der Klinik scheuen und statt dessen lieber starke Einschränkungen und Nebenwirkungen medikamentöser Therapien in Kauf nehmen“, betont Wolf-Peter Miehe, Vorstand der Kreisärzteschaft Nürtingen. Auch die Kreisärzteschaft in Esslingen unterstützt die Aktion.

"Wichtig ist uns bei dieser Sensibilisierungskampagne zu verdeutlichen, dass die Patienten in den Kliniken und bei den niedergelassenen Ärzten sicher sind und es keinen Grund gibt, von einer notwendigen Behandlung oder Vorsorgeuntersuchung Abstand zu nehmen", unterstreicht Matthias Ziegler, Geschäftsführer des Klinikums Esslingen. 

Mit Zeitungsanzeigen, Großflächenplakaten und Kampagnen in den social-media Kanälen möchten die Initiatoren die Menschen der Region Esslingen dahingehend sensibilisieren, die eigene Gesundheit nicht in den „Lockdown“ zu schicken, sondern sich rechtzeitig in ärztliche Behandlung zu begeben. 

„Krebs und viele andere Krankheiten machen keine Pause. Die Patienten können sich beim Besuch unserer Einrichtungen darauf verlassen, dass wir unserer Aufgabe bei der Feststellung und Behandlung von Krankheiten wieder vollumfänglich und verantwortungsbewusst nachkommen, versichert Chefarzt Prof. Dr. Krämer. „Ziel ist es“, ergänzt Prof. Dr. Klump „der Bevölkerung die Notwendigkeit der Vorsorge und Behandlung in ihrem eigenen Interesse zu verdeutlichen und sie dafür zu sensibilisieren, dass wir keine Orte eines erhöhten Infektionsgeschehens sind, sondern vielmehr alles dafür tun, um unsere Patientinnen und Patienten zu schützen.

 

 

 

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