Medius Kliniken Kirchheim, Ruit und Nürtingen

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Schulterschluss zwischen Kliniken und Hausärzten

25.05.2011 00:00 Uhr

Eine „konzertierte Aktion“ gegen den drohenden Mangel an Hausärzten planen die Kreiskliniken Esslingen gGmbH, die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg und die niedergelassenen Ärzte der Ärzteschaft Kirchheim-Nürtingen. Die Partner unterzeichneten jetzt eine Kooperationsvereinbarung, in der sie sich verpflichten, sich stärker in der Heranbildung des Nachwuchses für die hausärztliche Versorgung zu engagieren. Um Hausarzt zu werden, müssen Mediziner drei Jahre lang an einem Krankenhaus und zwei Jahre in der Praxis eines Hausarztes gearbeitet haben. Die Kooperationsvereinbarung sieht nun  vor, ein abgestimmtes Curriculum – ein Weiterbildungskonzept – zu erarbeiten, das diesen Weiterbildungsweg regelt und den Übergang in die Hausarztpraxis erleichtert. Franz Winkler, Geschäftsführer der Kreiskliniken Esslingen, freut sich über die neue Vereinbarung: „Diese Vereinbarung hilft allen: den Patienten, den Krankenhäusern und den Hausärzten.“ Auch im Landkreis Esslingen fällt es Hausärzten zunehmend schwer, Nachfolger zu finden, wenn sie in den Ruhestand gehen. Dadurch droht das Netz der ärztlichen Versorgung auszudünnen. Die Kooperationsvereinbarung, der weitere Hausärzte und Fachärzte mit der Befähigung zur Weiterbildung beitreten können, soll es jungen Medizinern unter anderem erleichtern, eine Praxis zu finden, in der sie ihre Ausbildung zum Facharzt absolvieren können. Die Krankenhäuser hoffen darauf, zum einen leichter ärztlichen Nachwuchs gewinnen zu können und zum anderen künftig von ihren ehemaligen Mitarbeitern entsprechend Patienten überwiesen zu bekommen, da diese mit dem medizinischen Leistungsspektrum der Klinik entsprechend vertraut sind. Mit dieser Kooperationsvereinbarung gehören die Partner zu den Vorreitern in Baden-Württemberg. Eingebunden in die nunmehr geregelte enge Zusammenarbeit zwischen den Kreiskliniken und den niedergelassenen Ärzten ist über die Ärztekammer das Institut für Allgemeinmedizin der Universität Ulm, das die Kooperation wissenschaftlich begleitet.

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