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Schlagkräftiges Team für den Herznotfall

05.11.2013 17:02 Uhr

Es geht um jede Minute: Bei einem Herzinfarkt kann schnelle Hilfe Leben retten. Am Paracelsus-Krankenhaus Ruit ist jetzt eine so genannte Chest-Pain-Unit (CPU) eingerichtet und von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie bereits zertifiziert worden. Sieben Tage in der Woche steht damit ein Team erfahrener Ärzte bereit, das schon die Vorboten eines Herzinfarktes schnell erkennen und umgehend die richtige Behandlung einleiten kann. Angesiedelt ist die CPU in der Zentralen Notaufnahme, geleitet wird sie von den erfahrenen Kardiologen der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen des Paracelsus-Krankenhauses. Chefarzt Professor Dr. Christian Herdeg beschreibt das Vorgehen der Spezialisten: „Die Patienten kommen mit Brustschmerzen. Oft ist nicht auf den ersten Blick eindeutig erkennbar, was diese Schmerzen eigentlich auslöst. Unser Team klärt dann sehr schnell, was die Ursache der Brustschmerzen ist, vielleicht eine Lungenembolie oder tatsächlich ein Herzinfarkt beziehungsweise seine Vorboten.“ Dann werden entsprechende Medikamente verabreicht oder im Herzkatheterlabor die verstopften Blutgefäße mit einem Ballon geweitet und ein sogenannter Stent gesetzt. Bei ihrem Vorgehen orientieren sich die Mediziner streng an den Leitlinien der entsprechenden Fachgesellschaften. Mit Elektrokardiogramm, Ultraschall, Puls- und Blutdruckmessung stellt die CPU schnell fest, wie schwer die Erkrankung ist. Es kann Entwarnung gegeben werden oder sogleich eine Behandlung in der Kardiologie begonnen werden. Internationale und nationale Erfahrungen mit diesen „Brustschmerz-Task-Forces“ beweisen, dass die Sterblichkeit bei Herzinfarkten deutlich gesenkt werden kann. Außerdem werden Fehldiagnosen und –behandlungen vermieden, was wiederum die Kosten senkt.  

Sebastian Krupp, der Klinikleiter des Paracelsus-Krankenhauses, sieht in der CPU eine wichtige Erweiterung des Leistungsspektrums: „Wir habe eine exzellente Kardiologie. Mit der CPU kommen die Erfahrung und das Wissen unserer Herzspezialisten auch diesen Notfällen  zugute. Damit wird unser Angebot durch einen wichtigen Mosaikstein zum Wohl der Patienten erweitert.“ 

Die erfahrenen Mitarbeiter in der Rettungsleitstelle (Telefon 112) kündigen den CPU Patienten mit den einschlägigen Symptomen an, so dass der Patient sofort von der CPU empfangen und entsprechend behandelt wird. Herdeg: „Wir sagen: „Time is muscle“ – jede Minute zählt und kann den Herzmuskel vor bleibenden Schäden bewahren. Deshalb ist es wichtig, ein eingespieltes Team bereit zu halten.“

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