Medius Kliniken Kirchheim, Ruit und Nürtingen

Menu

Richtfest in Kirchheim: Erweiterungsbau für Psychiatrie

08.04.2016 22:42 Uhr

Mit einem Richtfest für den Erweiterungsbau der Klinik Kirchheim ist jetzt die Zusammenführung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Standort Kirchheim ein Stück näher gerückt. Mit dem Umzug der Psychiatrie von Nürtingen nach Kirchheim wird zum Jahresbeginn 2017 gerechnet. Das Gelände der Psychiatrie in Nürtingen – direkt am Neckar gelegen, soll dann mit Wohnungen bebaut werden. 

Landrat Heinz Eininger, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskliniken Esslingen, nannte die Zusammenlegung der Psychiatrie in Kirchheim einen „wichtigen Mosaikstein im umfassenden Stabilitätsprogramm der Kreiskliniken.“ Eininger erinnerte an die Vorgeschichte des Erweiterungsbaus. Geplant war ursprünglich, dem Rat eines Gutachtens zufolge die Psychiatrie am Standort Plochingen zu konzentrieren. Nähere Untersuchungen ergaben jedoch, dass eine Bündelung der Klinik für seelische Erkrankungen in Kirchheim große Kostenvorteile hat. Zudem hatten Experten angemahnt, dass die Psychiatrie in direkter Nachbarschaft einer somatischen Klinik angesiedelt werden müsse. Darauf spielte Eininger an: „Es entspricht moderner Psychiatrie, die eine Diskriminierung der psychisch Erkrankten vermeiden will, die durch eine Psychiatrie auf der Grünen Wiese entstehen könnte.“

Der Erweiterungsbau weist auf vier Stockwerken eine Fläche von 8.670  Quadratmetern auf. Im Erdgeschoss sind eine Tagesklinik, Räume für Ergotherapie und Funktionsräume angesiedelt. In den drei Obergeschossen sind jeweils zwei Stationen mit je elf Patientenzimmern vorgesehen. Der Erweiterungsbau wird mit knapp 18 Millionen Euro veranschlagt. 

Thomas A. Kräh, der Geschäftsführer der Kreiskliniken Esslingen, verwies auf den wachsenden Bedarf an Psychiatriebetten. Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Auslastung sind den Kreiskliniken unlängst 16 weitere Psychiatrieplätze bewilligt worden. „Mit dem Erweiterungsbau kommen wir unserem Ziel, Qualität der Behandlung und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen zu steigern, einen großen Schritt näher“, so Kräh. Zudem könne den Patienten eine angemessene räumliche Umgebung geboten werden, was in Nürtingen nicht möglich sei.   

Eininger nutzte die Gelegenheit zu einer „dringenden Bitte“ an die Parteien, die derzeit über eine grün-schwarze Koalition verhandeln: “Wir brauchen einen höheren Landesanteil an den Investitionen, um ohne Zuschüsse aus dem Kreishaushalt die Modernisierung unserer Häuser bezahlen zu können.“ Auf der Agenda der Kreiskliniken für die kommenden Jahre steht die Sanierung des Paracelsus-Krankenhauses Ruit.

Bildergalerie ansehen (x Bilder)

nach oben

Open Popup