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Praxisnaher Unterricht: Zeit ist Hirn

25.03.2016 23:35 Uhr

Zögern kann tödlich sein. Bei einem Schlaganfall gilt die Regel: Zeit ist Hirn. Deshalb gilt es, die Zeichen, die auf einen Schlaganfall hindeuten, erkennen zu können. 50 Schülerinnen und Schüler sowie fünf Lehrer des Max-Planck-Gymnasiums Nürtingen lauschten vor den Osterferien gebannt den Ausführungen von Dr. Uwe Mauz, dem Chefarzt der Neurologie an der Klinik Kirchheim. Mauz, der auch die „Stroke Unit“ - die auf Schlaganfälle spezialisierte Abteilung - leitet, erklärte zunächst, dass unter dem Begriff Schlaganfall sowohl eine Hirnblutung als auch ein Gefäßverschluss im Gehirn verstanden wird. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und zudem die häufigste Ursache für eine Behinderung im Erwachsenenalter. Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle, herabhängende Mundwinkel und Sprach- oder Sehstörungen sind Anzeichen für einen Schlaganfall. Dann gilt es, schnell zu handeln und die 112 anzurufen. Nur in den ersten 4,5 Stunden nach Auftreten der Symptome kann die Thrombolyse - das Auflösen des Blutgerinnsels durch entsprechende Medikamente - das Risiko einer bleibenden Behinderung verringern. Dabei gilt  je schneller in die Klinik, desto höher die Chance weniger Behinderung zu erleiden, erläuterte der Experte. Mauz wies die jungen Zuhörer darauf hin, dass Schlaganfälle auch in ihrem Alter auftreten können. Die Zahl der Schlaganfälle bei jungen Erwachsenen steige sogar. Hauptursachen sind Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Drogenkonsum.

Daraus ergeben sich auch die Folgen für die eigene Lebensweise. Wer auf die Zigarette verzichtet, wenig Alkohol trinkt, Übergewicht verringert und die Blutfettwerte sowie den Bluthochdruck senkt, kann  seinen Beitrag leisten, um einen Schlaganfall zu vermeiden. Ausreichend Bewegung hilft zudem. Mauz nennt die Faustregel: Drei Mal in der Woche mindestens 30 Minuten zügig Spazierengehen oder Radfahren senkt das Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen. Die Schülerinnen und Schüler haben es also zumindest teilweise selbst in der Hand - durch Erkennen von Symptomen und Vermeiden von Risiken. 

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