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Palliatives Netzwerk für Schwerkranke

24.08.2011 00:00 Uhr

Seit etwas mehr als einem Jahr kümmert sich die so genannte spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) im Landkreis Esslingen um Todkranke mit schwerwiegenden Symptomen, die in ihren eigenen vier Wänden leben und aufwändig versorgt werden. Träger der SAPV sind die Kreiskliniken Esslingen. Eine Koordinationsstelle sorgt dafür, dass die Schwerkranken individuell und angepasst betreut werden. Kooperationspartner sind niedergelassene Ärzte, das Städtische Klinikum Esslingen, zwei Pflegedienste und eine Pflegeeinrichtung sowie eine freie Mitarbeiterin.
Der Palliativmediziner Dr. Franz Bihr, Leitender Arzt der SAPV und zugleich Oberarzt der Palliativstation des Paracelsus-Krankenhauses Ruit, zieht eine positive Bilanz des ersten Jahres: „Wir haben vor ca. 1 Jahr die professionellen Versorgungsstrukturen aufgebaut und bis jetzt schon über 200 Patienten behandelt. Unser Ziel ist es, den Patienten ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen, ihre Selbstbestimmung zu erhalten und dies möglichst in ihrer häuslichen Umgebung.“
Anspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung haben Patienten mit Symptomen, die durch die allgemeine Palliativversorgung nicht zufrieden stellend gelindert werden können. Die spezialisierte Palliativversorgung zeichnet sich durch Dienste aus, die sich hauptamtlich um Palliativversorgung kümmern und deshalb auf besonders qualifiziertes und entsprechend ausgebildetes Personal zurück greifen.
Das Durchschnittsalter der Patienten, die im ersten Jahr die SAPV in Anspruch nahmen, betrug 71 Jahre. 86 Prozent der Patienten litten an Krebs. 78 Prozent benötigten eine Vollversorgung einschließlich Hausbesuche. Die SAPV bietet eine 24-stündige Ruf- und Einsatzbereitschaft an. 22 Prozent der Patienten wurden per Telefon oder in einem persönlichen Gespräch beraten.
Eine wichtige Aufgabe für die Spezialisten der SAPV ist die Koordination der ambulanten Pflegedienste und der stationären Angebote, damit diese für die schwerkranken Patienten optimal ineinander greifen. Für den Geschäftsführer der Kreiskliniken Esslingen gGmbH, Franz Winkler, ist die SAPV deshalb vorbildlich: „Die SAPV ist ein Musterbeispiel dafür, wie eine optimale Zusammenarbeit der Kreiskliniken mit den ambulanten Diensten und den niedergelassenen Ärzten zum Wohle der Patienten aussehen muss.“

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