Medius Kliniken Kirchheim, Ruit und Nürtingen

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Neues Tumorzentrum der medius KLINIKEN bündelt Kompetenz und Erfahrung

20.12.2017 11:25 Uhr

Zwölf Kliniken an drei Standorten bilden ab 2018 das Tumorzentrum der medius KLINIKEN. In dem neuen Zentrum wird das Wissen und Können aller Experten gebündelt und für die möglichst individuelle Behandlung von Krebspatienten koordiniert.

Elvira Benz, stellvertretende Geschäftsführerin der medius KLINIKEN, erläutert das Ziel des Zentrums: "Jeder zweite Deutsche erkrankt irgendwann im Laufe seines Lebens an Krebs. Deshalb wollen wir sicherstellen, dass wir den Patientinnen und Patienten im Landkreis Esslingen die bestmögliche Medizin anbieten können. Wir decken mit unseren Kliniken nahezu das gesamte Spektrum zur Behandlung von Krebserkrankungen ab und haben ausgewiesene Experten auf vielen Feldern in unseren Reihen. Zum Wohle der Patienten bündeln wir jetzt unser Know-how noch stärker.

Die in den medius KLINIKEN gestellten Erstdiagnosen von Krebserkrankungen sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Wurden 2009 noch 1.200 Krebsdiagnosen gestellt, waren es 2016 schon knapp 1.700. Damit verbunden ist der größere Erfahrungsschatz der Ärzte. Mit 345 Erstdiagnosen liegen Krebserkrankungen der Verdauungsorgane an der Spitze, gefolgt von den männlichen Geschlechtsorganen (331) und Tumoren der Haut und der Weichteile. Brusttumore folgen mit 192 Erstdiagnosen.

Professor Dr. Bodo Klump, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Tumormedizin beschreibt die Ziele des neuen Zentrums: "Krebs kann heute wesentlich besser behandelt werden als früher. Zum einen wegen des technischen Fortschritts, zum anderen aber auch durch neue Methoden und die Berücksichtigung des seelischen Wohlbefindens der Patienten. Unser Tumorzentrum soll die individuell beste Behandlung für den einzelnen Patienten gewährleisten - denn jeder Mensch ist anders."
Dr. Ulrich Römmele, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Diabetologie, Gastroenterologie, Tumormedizin und Palliativmedizin in Nürtingen sieht gerade beim Darmkrebs die Chancen eines Tumorzentrums: "Die Behandlungserfolge sind auch dank der engen Zusammenarbeit mit den Kollegen der anderen Fachrichtungen sehr beachtlich. Wir legen zudem großen Wert auf Prävention: An Darmkrebs muss keiner sterben, wenn er rechtzeitig bemerkt wird."

Die Chirurgen, die Gynäkologen und die Kliniken für Innere Medizin arbeiten bei der Krebsbehandlung Hand in Hand, unterstützt und begleitet von den Radiologen, den Strahlentherapeuten und Nuklearmedizinern. Von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert sind die jeweiligen Darmkrebszentren in Ruit und Nürtingen, das gemeinsame Brustkrebszentrum an diesen beiden Standorten und das Ruiter Prostatakarzinomzentrum.

Dr. Klaus Kraft, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Nürtingen und Ruit, kann auf ein erfahrenes Team bauen: "Mit 600 Operationen am Dickdarm und Enddarm - und dies in fast allen Fällen minimal-invasiv - haben wir große Erfahrungen in der Entfernung von Tumoren. Die Schlüsselloch-Chirurgie hat nicht nur den Vorteil, dass die Patienten sich schneller erholen, weil die Wunden sehr klein sind. Wir sehen mit unserer Kamera viel besser als bei offenen Operationen, sodass gerade bei Krebs das Gewebe wie unter einer Lupe viel präziser und schonender operiert werden kann."
Minimal-invasive Operationen sind auch die Spezialität der Urologen in Ruit. Dort wurden 2016 insgesamt 464 onkologische Neuerkrankungen diagnostiziert und behandelt, Prostatakrebs macht dabei fast die Hälfte der Fälle aus. Chefarzt Professor Dr. Serdar Deger verzeichnet seit Jahren steigende Fallzahlen: "Gerade bei Prostatakrebs sind die minimal-invasiven Operationen sehr erfolgreich. Wir freuen uns, dass wir alljährlich in der Focusliste stehen, weil sich herumgesprochen hat, dass wir den Patienten meist sehr gut helfen können."
Die Chefärzte für Frauenheilkunde in Nürtingen, Professor Dr. Andreas Funk und sein Kollege in Ostfildern-Ruit, Dr. Michael Burkhardt, zeichnen für das Brustkrebszentrum verantwortlich: "Die enge Zusammenarbeit mit der Strahlentherapie und den Kollegen der anderen Kliniken ermöglicht die optimale, individuelle Behandlung von Brustkrebs, der heute in vielen Fällen geheilt werden kann." Die Gynäkologen der medius KLINIKEN sind zudem ebenfalls Spezialisten in patientenschonenden minimal-invasiven Operationstechniken.

Das "Herz" des Tumorzentrums ist die wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz. Hier besprechen die betreuenden Ärzte ihre Fälle mit den Kollegen aller wichtigen Fachdisziplinen und legen die weiteren Behandlungsschritte miteinander fest. Die aktuellen internationalen und nationalen Leitlinien für die Behandlung der Krebstumore sind dabei die Richtschnur.

Für Dr. Matthias Geiger, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Tumormedizin, endet das Tumorzentrum nicht an der Klinikpforte: "Das gute Miteinander mit den niedergelassenen Ärzten, den Physiotherapeuten, Ernährungsberatern und anderen Partnern ist uns sehr wichtig, Nur so kommen wir zu einer Behandlung aus einem Guss."

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