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Neues Katheterlabor am Paracelsus-Krankenhaus geht in Betrieb

01.07.2010 00:00 Uhr

Geschafft: In Rekordzeit haben die Kreiskliniken Esslingen im Paracelsus- Krankenhaus Ruit ein Katheterlabor eingerichtet. Ab dem heutigen Tag kann die Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen damit auf einen modernen Linksherzkathetermessplatz zurückgreifen. So kann das Paracelsus-Krankenhaus Ruit ab sofort selbst die Leistungen durchführen, die bisher im Herzzentrum Filder erbracht worden sind. Diese Kooperation war vor wenigen Wochen beendet worden.

Das Katheterlabor dient der Diagnostik, erlaubt aber auch Eingriffe wie das Erweitern von Gefäßen oder das Setzen sogenannter Stents – Röhrchen, die an krankhaft verengten Passagen den Durchfluss des Blutes sichern.  Als eine von erst wenigen Anlagen in Deutschland ist das neue Gerät in Ruit mit einem System ausgestattet, das während des Katheter-Eingriffs eine dreidimensionale Darstellung der anatomischen Strukturen erlaubt. Diese „3-D-Bilder“ dienen dem untersuchenden Kardiologen als eine Art dreidimensionale Landkarte wodurch eine noch präzisere Diagnostik möglich wird. Das hochmoderne Gerät kann auch im Bereich der Angiologie und Elektrophysiologie eingesetzt werden.

Seit 1. Januar 2010 leitet Professor Dr. Christian Herdeg die Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen des Paracelsus- Krankenhauses. Herdeg war zuvor geschäftsführender Oberarzt der Kardiologie an der Universitätsklinik Tübingen. Der habilitierte Mediziner beschäftigt sich seit vielen Jahren praktisch und wissenschaftlich mit Kathetereingriffen und hat sich vor allem auf das Verhindern von erneuten Engstellen in den Gefäßen nach erfolgreichen Eingriffen spezialisiert. Dabei hat er ein Verfahren entwickelt, bei dem ein unbeschichteter Stent eingesetzt und dann die betroffene Gefäßstelle mit einem Medikament getränkt wird, das die Bildung von Verengungen nachhaltig verhindert. Dadurch wird das Einsetzen von mit Medikamenten beschichteten Stents unnötig, die Komplikationen auslösen können. „Für unsere Patienten ist das eine wirkliche Verbesserung“, so Herdeg. Für dieses Verfahren, das bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hat, erhielt Herdeg 2009 den Andreas-Grüntzig-Preis, die renommierteste Auszeichnung auf dem Fachgebiet der so genannten interventionellen Kardiologie. Er gilt außerdem als Experte in der kardiovaskulären und interventionellen Diagnostik sowie bei der Prävention von koronaren Erkrankungen. Auch international genießt Herdeg auf seinem Fachgebiet einen hervorragenden Ruf.

Der Kardiologe selbst freut sich über sein neues Gerät: „Jetzt können wir am Paracelsus Krankenhaus für die Patienten wichtige Eingriffe schnell und schonend durchführen und damit unseren Versorgungsauftrag bei Herz- und Kreislauferkrankungen optimal erfüllen.“

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