Medius Kliniken Kirchheim, Ruit und Nürtingen

Menu

Kreiskliniken Esslingen wieder auf gutem Kurs

22.01.2014 09:24 Uhr

„Wir gehen für das Jahr 2013 von einer Ergebnisverbesserung in Höhe von rd. 7,5 Mio. EUR für den gesamten Klinikverbund aus“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Heinz Eininger im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Kreiskliniken Esslingen. Er sei froh über diese positive Entwicklung. „Sie bestätigt, dass wir mit der konsequenten Umsetzung des Stabilitätsprogramms strategisch auf dem richtigen Weg sind.

Die Zusammenarbeit mit der Economedic AG im Rahmen eines Krankenhausbetriebsführungsvertrags hat sich angesichts der vorliegenden Zahlen sehr bewährt,“ betonte Eininger. „Mit Thomas Kräh haben wir einen sehr kompetenten und fachlich versierten Geschäftsführer gewinnen können, der den Kreiskliniken gut tut“. 

Einingers ausdrücklicher Dank galt vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreiskliniken: „Sie haben mit hohem Engagement und persönlichem Einsatz den Restrukturierungsprozess in den letzten Monaten unterstützt.“

Ein wesentlicher Anteil der Ergebnisverbesserung konnte durch die konsequente Umsetzung der Maßnahmen aus dem in 2012 gemeinsam von Aufsichtsrat und Economedic erarbeiteten Stabilitätsprogramm erzielt werden. Diese umfassen in erster Linie Sachkosteneinsparungen und Prozessoptimierungen.

Darüber hinaus konnten die Kreiskliniken 2% Mehrleistungen mit dem vorhandenen Personal erbringen, so Geschäftsführer Thomas A. Kräh. „Die Tatsache, dass dieses gute Ergebnis vor allem auf Mehrleistungen und nicht auf Personalabbau basiert, ist besonders bemerkenswert.“ Die Kreiskliniken konnten in 2013 über 1.000 Patienten mehr als im Vorjahr versorgen. Erstmals wurden im gesamten Klinikverbund über 40.000 Patienten stationär behandelt. 

Die hohe Ergebnisverbesserung führt für 2013 auch wieder zu einem positiven Betriebsergebnis für den Klinikverbund. 

Besonders erfreulich stellt sich die Situation inzwischen für das Paracelsus-Krankenhaus Ruit dar. Dieses kann auf eine Ergebnisverbesserung von über 4 Mio. EUR blicken und weist damit ebenfalls seit langem erstmals ein positives Betriebsergebnis aus.

Die Klinik für Innere Medizin Ruit mit den Schwerpunkten Gastroenterologie und Tumormedizin verzeichnet beispielsweise einen Fallzuwachs von über 19% und einen Zuwachs des Fallschweregerades (Case-Mix) in Höhe von 14,5 %. „Solch ein gutes Ergebnis hätte Anfang des Jahres niemand für möglich gehalten“, so Prof. Dr. Bodo Klump, der verantwortliche Chefarzt der Abteilung. Gleiches gilt für die Klinik für Herz- und Kreislaufkrankheiten unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Herdeg. Herdeg und sein Team können Fallzuwächse in Höhe von über 23% und eine Case-Mix Steigerung von über 16% im Vergleich zum Vorjahr vorweisen.

Auch Chefarzt Dr. Klaus Kraft, der erst im Herbst die Verantwortung für die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Ruit übernommen hat, kann mit 18,2% Fallzuwachs und 23,8 % Case-Mix Steigerung ein stolzes Ergebnis vorweisen.

 „Die räumliche Nähe des Paracelsus-Krankenhauses Ruit zur Stadtgrenze Stuttgart spiegelt sich dabei immer mehr im Leistungsgeschehen wider“, betonte Dr. Jörg Sagasser, Leitung der Hauptabteilung Medizin der Kreiskliniken. 

Gestärkt geht aus 2013 auch die Ruiter Urologie hervor, die im vergangenen Jahr zum wiederholten Male in der Fokus-Ärzteliste aufgeführt wurde. Chefarzt Prof. Dr. Serdar Deger, wird hier außerdem seit Anfang diesen Jahres durch den leitenden Oberarzt Dr. Björn Specht verstärkt, der wie Deger über eine hohe fachliche Expertise im Bereich der minimalinvasiven Operationsverfahren verfügt. 

Neben all dem Lob für Ruit lenkt Kräh den Fokus auch auf die anderen Standorte der Kreiskliniken.

Die Kreistagsentscheidung zum Psychiatriekonzept bildet für Nürtingen, Kirchheim und Plochingen die Weichenstellung für ein zukunftsfähiges Leistungsangebot. 

Für den Standort Kirchheim hat die Umsetzung des Psychiatriekonzeptes auch Auswirkungen auf den somatischen Bereich. 

„Entscheidend ist dabei, dass der 24h Betrieb der Zentralen Notaufnahme unverändert weiterläuft. Außerdem wird die Klinik für Unfall- und orthopädische Chirurgie ihre Leistungen in Kirchheim weiter ausbauen“, betonte Kräh. 

Dr. Florian Bopp, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie, wies in diesem Zusammenhang auch auf die immer enger werdende Verzahnung zwischen den Kliniken Kirchheim und Nürtingen hin. 

Beide Häuser konnten im vergangenen Jahr ihr Leistungsprofil weiter schärfen. „Die Inbetriebnahme des neuen  MRT-Gerätes sowie die Vorbereitung für die angestrebte Zertifizierung zum Endoprothesenzentrum sind für die Klinik Nürtingen wichtige Schritte“, erläuterte Bopp weiter.

In Kirchheim wird dagegen auch in 2014 die Kardiologie als größter somatischer Leistungserbringer im Mittelpunkt stehen. Hier laufen die Vorbereitungen zur angestrebten Zertifizierung als sogenannte Chest-Pain-Unit, eine Einrichtung zur Abklärung von unklaren Brustschmerzen.

Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie, PD Dr. Martin Beyer, hob das hohe Patientenaufkommen beider Kardiologischen Abteilungen der Kreiskliniken hervor. „Gemeinsam mit Ruit haben wir in 2013 über 7.500 Fälle behandelt und damit über 23 Mio. EUR Umsatz erwirtschaftet. Dies zeigt die hohe Akzeptanz beider Abteilungen in der Bevölkerung.“

Im Ausblick auf 2014 sind sich Aufsichtsratsvorsitzender und Geschäftsführer einig: „Der konsequente Weg der Stabilisierung und Konsolidierung unserer Kreiskliniken wird fortgeführt.“

Bildergalerie ansehen (x Bilder)

nach oben

Open Popup