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Kreiskliniken Esslingen setzen Erfolgskurs fort

30.03.2016 08:21 Uhr

Die Kreiskliniken Esslingen setzen ihren Erfolgskurs fort. Wie schon in den beiden Vorjahren konnte erneut die Zahl der behandelten Fälle gesteigert werden. Landrat Heinz Eininger, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender, ist stolz auf die Kreiskliniken. „Noch nie haben so viele Patienten den Weg in die Kliniken gefunden wie im vergangenen Jahr. Ohne das große Engagement und die Kompetenz unseres Personals wären wir nicht so erfolgreich gewesen.“ 

Der gesamte Klinikverbund mit den Krankenhäusern in Kirchheim, Nürtingen und Ruit hat nochmals über 1.280 Patienten mehr versorgt als im vergangenen Jahr. Waren es  2013 erstmals über 40.000 Menschen, die  sich den Kreiskliniken anvertraut haben, so waren es 2014 bereits knapp 42.000 Patienten. 2015 stieg die Zahl auf erstmals über 43.000 Patienten. Eininger ist über diese Bilanz sehr erfreut: „Die sehr gute Entwicklung zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Dieser Erfolg basiert im Wesentlichen auf drei Säulen: einer großen Akzeptanz unserer Patienten und niedergelassenen Partnern, einer hohen Arbeitgeberattraktivität und Wirtschaftlichkeit.  Die Patienten unserer Kliniken schätzen den respektvollen und wertschätzenden persönlichen Umgang in gleichem Maße wie die hohe Qualität unserer medizinischen Behandlung.“

Unter dem Strich erwirtschafteten die Kreiskliniken 2015 ein Plus von fünf Millionen Euro. Dass die finanziellen Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser dennoch nicht auskömmlich sind, verdeutliche wieder einmal mehr die Presseberichterstattung der letzten Wochen. Demnach schreibt ein beträchtlicher  Anteil der deutschen Krankenhäuser tief rote Zahlen, so der Aufsichtsratsvorsitzende. „Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis unserer Kliniken umso erfreulicher.“

Dass es den Kreiskliniken gelungen ist, aus eigener Kraft im vergangenen Jahr auch erheblich in Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen zu investieren, ist für Eininger ein weiterer wichtiger Schritt der wirtschaftlichen Stabilisierung der Kreiskliniken. 

So wurde in Ruit ein neuer Linearbeschleuniger in Betrieb genommen, der entsprechend der neuesten medizinischen Entwicklung für Patienten eine besonders schonende Bestrahlungstherapie ermöglicht. 

Das Herzkatheterlabor der Klinik Kirchheim hat ebenfalls eine Rundum-Erneuerung durchlaufen, um die zunehmende Patientenanzahl auch hier adäquat zu versorgen. 

Auch für Geschäftsführer Thomas A. Kräh ist das Ergebnis 2015 eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg: „Das Qualitäts- und Strategieprogramm der Kreiskliniken „Fit für 2020“ zeigt Jahr für Jahr sehr positive Ergebnisse. Seit 2012 – damals waren es 38.400 Patienten -  haben wir zwölf Prozent mehr Patienten gewinnen können. 

Insgesamt hat die steigende Leistungsentwicklung zu einem Aufstocken des Personals geführt. 32 Vollzeitkräfte im ärztlichen und pflegerischen Bereich wurden im vergangenen Jahr eingestellt. 

Auch Elvira Benz, die stellvertretende Geschäftsführerin lobt die über 2.500 Beschäftigten der Kreiskliniken: „Es macht viel Freude mit so motivierten und engagierten Kolleginnen und Kollegen täglich zusammen zu arbeiten. Krankenhaus ist nun einmal Teamwork pur.“ 

Da zurzeit Ärzte und Pflegekräfte gleichermaßen heiß umworben sind, haben die Kreiskliniken ein Bündel von Maßnahmen geschnürt, mit dem sie sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren können. Neben einem breiten Aus- und Fortbildungsangebot gehören dazu auch Angebote für die Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten. „Wir stehen in der Region in hartem Wettbewerb um die besten Köpfe und Hände. Bisher können wir uns hier gut behaupten, weil die Interessenten erkennen, dass wir uns um die Beschäftigten individuell und persönlich kümmern und sie wertschätzen“, so Benz. Dass die Kreiskliniken in Fort- und Weiterbildung investieren, belegen auch die Zahlen. Erstmals wurde im vergangenen Jahr über eine halbe Million Euro in Fort- und Weiterbildung investiert.

Für den Medizinischen Direktor der Kreiskliniken Esslingen, Dr. Jörg Sagasser, ist besonders erfreulich, dass es in den Kreiskliniken gelingt, „Wirtschaftlichkeit mit einem hohen medizinischen Standard zu vereinen. Die Kreiskliniken bieten damit optimale Versorgungsstrukturen für die Bevölkerung im Landkreis.“ Mit der Einführung der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung für Tumore im Magen-Darm-Trakt haben sich die Kreiskliniken noch besser mit den niedergelassenen Fachärzten vernetzt und die Behandlungsprozesse optimiert. Für Erkrankungen der Herzgefäße wurde eine neue Behandlungsmethode eingeführt, bei der schwere Ablagerungen durch „Fräsen“ beseitigt werden können. Auch für Vorstufen des Speiseröhrenkrebs wurde eine neue thermische, endoskopische Behandlungsmethode eingeführt. 

Eine wichtige Rolle spielt auch das Risikomanagement,  hier wurde eine eigene Personalstelle geschaffen. Beispielhaft für Risikosenkung ist das Patientenarmband, das Verwechslungen ausschließt. Sagasser kann auch für die Zukunft wichtige medizintechnische Neuerungen ankündigen: Für die auf minimal-invasive Operationen spezialisierten Abteilungen wie Urologie, Allgemeinchirurgie und Gynäkologie wird eine dreidimensionale Darstellungsweise eingeführt, die das Operieren wesentlich erleichtert.  

Sagassers Fazit: „Die Medizinische Zukunft lebt in den Kreiskliniken!“

Die in den kommenden Jahren anstehende Sanierung von Gebäudeabschnitten des Paracelsus-Krankenhauses wollen die Kreiskliniken aus eigenen Mitteln stemmen, so Kräh: „Wenn wir den eingeschlagenen Kurs konsequent weiter verfolgen und Qualität mit Wachstum verbinden, können wir die Sanierung in den kommenden Jahren bewältigen, ohne auf Zuschüsse des Landkreises zugreifen zu müssen.“

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