Medius Kliniken Kirchheim, Ruit und Nürtingen

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" Die Stärken stärken"- Was die Kreiskliniken planen

22.12.2010 00:00 Uhr

Im Jahr 2011 wollen die Kreiskliniken Esslingen gGmbH ihre Stärken weiter ausbauen: „Wir werden nunmehr die Stärken, unsere Kompetenzzentren und Schwerpunkte, weiter schärfen und gezielt ausbauen. Im Vordergrund steht dabei das Wohl der Patienten im Landkreis Esslingen“, steckte der Geschäftsführer der Kreiskliniken Esslingen gGmbH, Franz Winkler, die Ziele ab. Die Kreiskliniken Esslingen streben dabei eine breite und hohe medizinische Versorgungsqualität an, vor allem auf dem Gebiet der so genannten Volkskrankheiten.
Für das Jahr 2010 hatten sich die Kreiskliniken eine „Kompetenzoffensive“ vorgenommen, die erfolgreich war, so Winkler. So sei in Kirchheim die Wirbelsäulenchirurgie eingeführt worden. Damit sei die medizinische Kompetenz bei der Volkskrankheit Rückenleiden ausgeweitet worden. Die Resonanz bei den Patienten ist laut Winkler „hervorragend“. In Ruit haben die Kreiskliniken „in Rekordzeit“ das neue Katheterlabor eingerichtet. Vor wenigen Tagen wurde dort erstmals eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt. Gleichzeitig habe sich die Kardiologie in Kirchheim als Kompetenzzentrum für Herzerkrankungen erfolgreich etabliert. Geplant sei, den Bereich Kardiologie an beiden Standorten 2011 weiter zu stärken und unter anderem eine so genannte Chest Pain Unit einzurichten.  
In der neuen Klinik Nürtingen werde der operative Schwerpunkt mit den Fachrichtungen Unfall- und Orthopädischen Chirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Hand- und Plastische Chirurgie aber auch der Gynäkologie weiter entwickelt. Im Bereich der Chirurgie arbeiten die Kreiskliniken Esslingen, so der Geschäftsführer, kontinuierlich an einem standortübergreifenden Chirurgiekonzept, das auch an den Standorten Plochingen und Kirchheim ein breites medizinisches Versorgungsangebot sicherstellen wird. Mit den Chefärzten Dr. Klaus Kraft, der international einen hervorragenden Ruf in der minimal-invasiven Chirurgie genieße, Dr. Florian Bopp, Dr. Christa Ludwig und Dr. Michael Kaun seien die Kreiskliniken hervorragend aufgestellt.

Die Kreiskliniken Esslingen bekamen die Kompetenz letztlich vom TÜV Süd amtlich bescheinigt – in Form der Gesamtzertifizierung der Kreiskliniken Esslingen nach DIN ISO 9001:2008  über die vier Standorte in Kirchheim, Nürtingen, Plochingen und Ruit hinweg. An allen Klinikstandorten könne damit wie auch im Verwaltungsbereich ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System vorgewiesen werden.
Die Anerkennung der Kreiskliniken Esslingen als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen sei ebenfalls ein Hinweis auf die hohe Kompetenz. Neun Medizinstudenten werden ab Februar in die Kreiskliniken kommen, um dort zu lernen.
„Zugleich war 2010 ein Jahr der Investitionsoffensive“, erinnerte Winkler vor der Presse. In Kirchheim entstand ein neuer Bettenbau, in Nürtingen ein neues Krankenhaus und in Ruit wird bereits am Innenausbau des neuen Gesundheitszentrums gearbeitet, das im Spätherbst eröffnet wird.
„Jetzt muss der Investitionsphase eine Konsolidierungsphase folgen“, stellt Winkler klar. Dabei stehe der weitere Ausbau der bestehenden Stärken im Mittelpunkt. Im Fokus stünden dabei die so genannten Volkskrankheiten. Als Beispiel führte Winkler das zertifizierte Diabeteszentrum in Nürtingen an, das mit dem Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Diabetologie sowohl für Typ 1 wie auch für Typ 2 Diabetiker ausgezeichnet worden sei. Bis zu zehn Prozent der Menschen im Landkreis Esslingen seien zuckerkrank. Das Team von Chefarzt Dr. Ulrich Römmele und Oberärztin Dr. Gabriele Götz biete diesen Menschen eine ganzheitliche medizinische Beratung und Behandlung der Diabetes und deren Folgeerkrankungen auf höchstem Niveau. Dabei stehe im Vordergrund, den Patienten durch die optimale Behandlung eine möglichst hohe Eigenständigkeit und damit auch Lebensqualität im Alltag zu ermöglichen. So liege beispielsweise ein Schwerpunkt in der Versorgung von diabetes-bedingten Fußproblemen. Aber auch viele schwangere Diabetes-Patientinnen werden in Nürtingen behandelt. Für türkische Patienten werden darüber hinaus  Diabetesschulungskurse angeboten. Aber auch an den anderen Standorten der Kreiskliniken werden Diabetespatienten durch qualifizierte Diabetologen hervorragend versorgt.
Die Klinik Plochingen zieht mittlerweile als Rheumazentrum Patienten aus der ganzen Region an. Auch Rheuma zählt zu den weit verbreiteten, komplexen Krankheiten. Zwischen 200 und 400 Krankheiten gehören inzwischen zum Formenkreis Rheuma. Deshalb sei er „sehr glücklich“ mit Professor Dr. Bernhard Hellmich einen ausgewiesenen Spezialisten in den Reihen zu wissen, betonte Winkler. Auch dieser Schwerpunkt werde behutsam weiter entwickelt.
Demnächst könne die psychiatrische Tagesklinik in Bernhausen vorgestellt werden. Auch diese widme sich einer Krankheit, die weiter zunehme und wie keine andere der wohnortnahen Behandlung bedürfe.
Die onkologische Versorgung werde ebenfalls weiter entwickelt, ebenso wie die beiden Palliativstationen in Ruit und Nürtingen. Gemeinsam mit dem Klinikum Esslingen, der Filderklinik und ambulanten Leistungserbringern wird an der Umsetzung des onkologischen Schwerpunktes gearbeitet.

Parallel werden die anderen Zentren und Schwerpunkte weiter gestärkt. Dazu zählen für Winkler auch neue Pflegekonzepte, mit denen vor allem eines gewonnen werden soll: mehr Zeit für die Patienten.
 
Kompetent, menschlich und nah – dieses Motto sei zugleich die Leitschnur für die strategische Entwicklung der Kreiskliniken. „Wir wollen unsere medizinische Kompetenz gezielt weiter erhöhen. Wir versuchen, mehr Zeit für die Zuwendung zum Patienten zu gewinnen und gleichzeitig unsere Serviceangebote verstärken. Und wir gestalten unsere vier wohnortnahen Standorte im Landkreis noch zukunftsfähiger“, zog Winkler das Fazit.

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