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Bundesgesundheitsminister Gröhe zu Besuch in der Klinik Nürtingen

08.12.2015 09:44 Uhr

Hoher Besuch bei den Kreiskliniken Esslingen: Der Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe, hat am 8. Dezember die Klinik Nürtingen besucht, um sich vor Ort über die Situation und Strategie der Kreiskliniken zu informieren. Gröhe hob das Ziel des unlängst verabschiedeten Krankenhausstrukturgesetzes hervor: „Eine gut erreichbare Versorgung vor Ort in hoher Qualität gelingt nur mit ausreichendem Personal. Deshalb unterstützen wir die Krankenhäuser mit bis zu 830 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr,  damit sie mehr Personal einstellen und dauerhaft beschäftigen können.“ 

Landrat Heinz Eininger, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskliniken Esslingen, erinnerte an die im Kreistag verabschiedete Resolution gegen den Entwurf des Krankenhausstrukturgesetzes: „Der Wegfall des Versorgungszuschlags hätte uns auf dem Weg zu einer wirtschaftlich stabilen Entwicklung zurückgeworfen. Das ist jetzt weitgehend vom Tisch. Heute haben wir gute Rahmenbedingungen für den Erhalt unserer Kreiskliniken in der Trägerschaft des Landkreises.“ 

Eininger unterstrich, dass der Landkreis seine Krankenhäuser in den letzten Jahren planmäßig konsolidiert habe, „in dem Bewusstsein, dass Kliniken zentraler Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge sind.“ Die kommunale Trägerschaft lasse sich, so der Landrat, nur sichern, „wenn wir bei hoher Qualität und wirtschaftlich arbeiten.“ Dafür habe die Strukturreform mit einer Reduzierung von vier auf drei Standorte die Voraussetzung geschaffen, - „ein schmerzlicher, aber unverzichtbarer Prozess.“ 

Und mit dem Projekt ‘Fit für 2020‘ wolle man weitere Maßstäbe in Sachen Qualität und Wirtschaftlichkeit auch in Zukunft setzen. Der Geschäftsführer der Kreiskliniken Esslingen, Thomas A. Kräh und der medizinische Direktor, Dr. Jörg Sagasser, erläuterten dem Bundesminister und den Teilnehmern den Weg der Kreiskliniken bis hin zum „besten wirtschaftlichen und medizinischen Ergebnis im Jahr 2014 seit Bestehen der Kreiskliniken“. Die Konzentration der Kreiskliniken auf die Standorte in Kirchheim, Nürtingen und Ruit sei dafür ebenso notwendig gewesen, wie die Zusammenführung der Psychiatrie in Kirchheim, die zurzeit baulich vorbereitet wird.

„Die Säulen unseres Erfolgs sind die medizinisch-pflegerische Qualität und das Vertrauen der niedergelassenen Ärzte und der Patienten in unsere Kliniken: nur so können wir unsere Leistungsfähigkeit weiter ausbauen und nachhaltig sichern. Die Kombination von hoher medizinischer Qualität und Wirtschaftlichkeit ist eine große Leistung unseres ganzen Teams“, so Kräh.

Der Geschäftsführer zeigte sich erfreut, dass mit dem Krankenhausstrukturgesetz nun ein wichtiger politischer Schritt zur stationären Versorgung der Patienten gelungen ist. Die konzertierten, bundesweiten Aktionen, die gemeinsam mit Geschäftsführung und Mitarbeitern durchgeführt wurden, führten zu positiven Resonanzen in der Gesellschaft. „Das ist wichtig für eine patientennahe Versorgung mit bestmöglicher Qualität“, so Thomas Kräh.

Sagasser verwies auf die Vielzahl zertifizierter medizinischer Schwerpunkte und Zentren, die für die Patienten den Ausweis hoher Qualität darstellen. Nach einer Diskussion mit den anwesenden Aufsichtsratsmitgliedern, Chefärzten, der Klinikleitung und Vertretern des Betriebsrates sowie der Kostenträger über aktuelle Fragen der Gesundheitspolitik, informierte sich Bundesgesundheitsminister Gröhe über die Arbeit im Nürtinger Patienten-Service-Center, das die Patienten aufnimmt und in die Behandlung begleitet. 

Außerdem ließ er sich das „papierlose Krankenhaus“ erläutern. Die Klinik Nürtingen gehört bundesweit bei der konsequenten Digitalisierung zu den führenden Häusern in Deutschland. Längst ist in Nürtingen die Zeit der Rollwagen mit Aktenbergen vorbei. Auf Tablets sind alle wichtigen Daten wie Laborwerte und Röntgenaufnahmen leicht und zeitsparend aufzufinden. 

Landrat Eininger zeigte sich nach dem Besuch des Gesundheitsministers zufrieden: „Wir konnten zeigen, dass Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft eine Zukunft haben und behalten.“ 

„Der Landkreis ist mit seinen Klinik-Standorten und vor allem mit dem dort arbeitenden hochmotivierten Personal gut aufgestellt und gerüstet für die Zukunft. Die Krankenhäuser stellen gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten eine qualitativ hochwertige Versorgung in der Region sicher“, so der Kirchheimer Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich.

Gröhes Fazit: „Mit dem Krankenhausstrukturgesetz helfen wir den Krankenhäusern dabei auch in Zukunft eine hochwertige Patientenversorgung sicherzustellen. Die Kreiskliniken Esslingen packen wichtige Zukunftsherausforderungen an.“   

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