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5 Jahre Spezialisierte Ambulante Palliative Versorgung

30.07.2015 14:18 Uhr

Seit fünf Jahren berät und betreut das Team der Spezialisierten Ambulanten Palliativen Versorgung (SAPV) im Landkreis Esslingen ergänzend sterbenskranke Menschen zu Hause, im Pflegeheim oder stationärem Hospiz. In diesem Zeitraum sind 1.700 Patienten versorgt worden. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es bereits mehr als 250 Patienten. Dies wird durch ein gut organisiertes palliatives Netzwerk ermöglicht, das neben Haus- und Fachärzte, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Brückenpflege, ambulante Hospizdienste auch Apotheken, Sanitätshäuser und Seelsorger umfasst. Die stellvertretende Geschäftsführerin der Kreiskliniken Esslingen, Elvira Benz, hält die SAPV für „ein Musterbeispiel, wie eine optimale Zusammenarbeit aller Kooperationspartner zum Wohle der Patienten aussehen kann.“ 

Die Patienten werden in der Regel von den Krankenhäusern oder Hausärzten der SAPV zugewiesen, meist als ergänzender Dienst. Damit werden Krankenhauseinweisungen vermieden und die Patienten können zu Hause sterben, was bei den meisten Menschen der Wunsch ist. Die Krankenkassen übernehmen nach entsprechender Prüfung die Kosten der SAPV. 

Die Aufgaben der SAPV bestehen in der Organisation der Gesamtversorgung zu Hause, der Symptomlinderung bei verschiedenen Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen, Atemnot, Übelkeit und Angst. Darüber hinaus ist die psychosoziale Unterstützung während des Krankheitsverlaufs wichtig. 

Träger der SAPV sind die Kreiskliniken Esslingen. Anspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung haben alle gesetzlich versicherten Patienten mit schwerwiegenden Symptomen. 90 Prozent der Patienten haben einen Tumor, die Zahl der schweren Herz-, Lungen- oder Nervenerkrankungen steigt aber ebenso wie die Zahl der Patienten überhaupt. Die SAPV-Mitarbeiter besuchen die Patienten regelmäßig zuhause oder nehmen telefonisch Kontakt auf. Eine 24-Stunden-Rufbereitschaft auch am Wochenende und Feiertag sichert die Versorgung ab. Die wachsende Nachfrage nach der SAPV erklärt sich zum Teil durch die zunehmend älter werdende Gesellschaft, aber auch die Zahl der Alleinlebenden steigt, was die Palliativversorgung zu Hause erschwert und deshalb ein gut funktionierendes Netzwerk erfordert.

Neben dem Jubiläum gibt es einen weiteren Anlass zur Freude - 

durch eine Spende des Fördervereins Palliativversorgung der Kreiskliniken Esslingen können zwei Leasing-Fahrzeuge erneuert werden, die auch künftig die Mitarbeiter der SAPV zu den schwerkranken Menschen im Landkreis Esslingen bringen. 

Der Vorsitzende des Fördervereins und ehemalige Chefarzt an der Klinik Plochingen, Dr. Detlef Kollmeier, freut sich, dass der Förderverein mit knapp 12.000 € seine bisher größte Einzelspende des Vereins leisten und dadurch den Fuhrpark der SAPV teilweise erneuern konnte:  „Wir sind unseren vielen Spendern, darunter auch dankbare Angehörige der SAPV-Patienten, deshalb sehr zu Dank verpflichtet.“ Der Förderverein unterstützt die SAPV zudem bei der Fortbildung der Pflegekräfte.

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